Arbeitsagentur unterstützt Gastgeber bei der Personalsuche

Herausforderung Passionsspiele

Beim Speed-Dating in Oberammergau konnten sich Gastgeber und ausländische Bewerber im Rahmen des Programms "Passion ProAktiv"kennenlernen.
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Es mangelt an Personal, um dem Besucherandrang während der Passionsspiele gerecht zu werden. Beim Speed-Dating in Oberammergau konnten sich Gastgeber und ausländische Bewerber im Rahmen des Programms "Passion ProAktiv" kennenlernen. 

Oberammergau – Rund 450.000 Besucher aus der ganzen Welt werden ab Mai während des Zeitraums der Passionsspiele erwartet. Der Besucherandrang bedeutet für die heimischen Hotel- und Gaststättenbetriebe eine große Herausforderung. Es mangelt an Personal. 

Die Agentur für Arbeit Weilheim unterstützt nun die Unternehmen bei der Personalsuche mit dem ­Projekt „Passion ProAktiv“ – ein Förder- und Qualifizierungsprojekt, das im Rahmen des EURES (European Employment Services) entwickelt wurde. Menschen aus dem europäischen Ausland sollen dafür gewonnen werden, die rund 90 Gastgeber während der Pas­sionsspiele zu unterstützen. Es wird nach Personal für die Bereiche Küche, Service, Etage und Rezeption gesucht. 

Vor kurzem fanden zwei „Speed-Dating-Tage“ in Oberammergau statt. Bereichsleiter Dominik Blaß von der Arbeitsagentur und Bürgermeister Arno Nunn begrüßten insgesamt 12 Arbeitgeber und 30 Arbeitnehmer. An diesen beiden Tagen hatten Gastgeber und Bewerber die Möglichkeit, sich kennen lernen.  Langfristig ist das Ziel der Arbeitsagentur, dass die Arbeitskräfte aus Spanien, Italien, Ungarn, Slowenien, Griechenland, Bulgarien und der Slowakei hier nicht nur arbeiten, sondern auch qualifiziert werden. Dafür gebe es im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes unterschiedliche Fördermöglichkeiten. 

Bereits 30 Arbeitskräfte für die Passionsspiele vermittelt

Am Ende der beiden Tage konnten 30 Arbeitnehmer mit einem Arbeitsvertrag bzw. einer Einstellungszusage in ihre Heimatländer zurückkehren. Dort werden sie in den kommenden beiden Monaten durch EU-Förderung Deutschkurse erhalten, um für den Aufenthalt in unserer Re­gion gut vorbereitet zu sein. Vier weitere Bewerber/innen konnten in einem zusätzlichen Termin vermittelt werden. Vor drei Jahren gründete Michael Schankweiler, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Weilheim, zusammen mit seinen Mitarbeitern ein ähnliches Projekt: „Altenpflege ProAktiv“. Menschen aus anderen europäischen Ländern wurden in die Region geholt, um eine Ausbildung im Altenpflegebereich bei heimischen Pflegeeinrichtungen zu absolvieren. Das Altenpflege-Projekt wird auch 2020 fortgeführt.

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