Peter Fischer hat zum letzten Mal den Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen organisiert

Eine Ära ist zu Ende

Peter Fischer
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Peter Fischer war ein echter Teamplayer. Jetzt hat er die Verantwortung für den Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen nach den letzten beiden Rennen weitergegeben.

GAP – Eine ganz große Ära ist zu Ende. Zum letzten Mal organisierte Peter Fischer den Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen. Die Damen- und Herrenrennen konnten trotz Wetterkapriolen und Corona an den vergangenen beiden Wochenenden durchgeführt werden. Einmal mehr ein Kraftakt für das Team um Peter Fischer.

Als Athlet erreichte Peter Fischer im März 1977 die besten Ergebnisse seiner Weltcupkarriere: Im kalifornischen Heavenly Valley, wurde er in der ersten Abfahrt Vierter hinter den beiden Österreichern Josef Walcher und Werner Grissmann und dem Schweizer Bernhard Russi. Einen Tag später, am 13. März, wurde Fischer hinter den beiden Österreichern Bartl Gensbichler und Ernst Winkler in der zweiten Abfahrt Dritter. Dies war sein größter Weltcup-Erfolg. 1978 nahm er bei der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen teil und kam in der Abfahrt auf den 15 Platz. Damals siegte Walcher vor Michael Veith und Grissmann.

Vor diesem Jahr 2021 dachte Fischer, er habe schon alles erlebt – doch dann kam Corona. Seinen Abschlussweltcup hatte er sich definitiv anders vorgestellt. Doch wie er sagt, ist das Leben kein Wunschkonzert. Gerade diesmal war seine langjährige Erfahrung gefragt und alles klappte wieder einmal gut – dafür gab es großes Lob von allen Seiten: Von den Sportlern genauso wie von den Funktionären.

Peter Fischer blickt auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurück. Seine Zielsetzung, den Skiclub Garmisch zu einem der erfolgreichsten Deutschlands zu formen, hat er erreicht. Die Rennen auf der berühmten Kandahar-Strecke gehören zu den besten Veranstaltungen im Ski-Weltcup. Vor zehn Jahren wurde die Ski-Weltmeisterschaft erstmals nach 1978 wieder in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen. Diese Titelkämpfe waren eine super Visitenkarte für den Ort. Doppelweltmeisterin Elisabeth „Lizz“ Görgl aus Österreich und Dreifach-Medaillengewinner Christof Innerhofer aus Südtirol waren damals die erfolgreichsten Athleten.

Fischers Bestreben war es nun, das Organisationskomitee gut und geordnet übergeben. Mit Fritz Dopfer konnte der 66-Jährige einen geeigneten Mann dafür gewinnen. Dopfer weiß mit einem enormen Willen gut an die Arbeit heranzugehen und zu überzeugen. Diese Charakterzüge waren schon Begleiter seiner Skikarriere. Der ehemalige DSV-Athlet hat Sportmanagement studiert. Er hatte nach der Saison 2019/20 seine Karriere beendet. Peter Fischer will nun, nach seinem Rückzug, Fritz Dopfer gerne noch mit Rat zur Verfügung stehen, aber kein Amt mehr innehaben. Er war von einigen Mitstreitern zum Weitermachen ermuntert worden, doch wollte er selbst festlegen, wann er geht. tf

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