Der Wald im Landkreis blüht auf.

Pflanzaktion für Artenschutz im Wald von Garmisch-Partenkirchen

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Gemeinsam für die Artenvielfalt im Wald. Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer (kniend Mitte) pflanzt eine seltene Eibe.

Ein nachhaltiger Schutz der Artenvielfalt findet nicht nur auf Wiesen, Äckern und Gärten statt, sondern auch im Wald, der immerhin ein Drittel der bayerischen Landesfläche ausmacht. Kaisermantel, Waldvögelein, Wildbirne, Grünspecht, Bockkäfer und Stachelbart. An blühenden Bäumen und Sträuchern, am sonnigen Waldrand, am Tot­holz und an alten Biotop-Bäumen tummelt sich das Leben. Insekten, Vögel, Reptilien und Säugetiere brauchen die Pflanzenvielfalt im Wald. Zusammen bilden sie eine bunte Lebensgemeinschaft, in der jede Art ihre Nische finden kann – wenn das Ökosystem im Gleichgewicht ist. Die Vielfalt der Baum- und Straucharten, eine naturnahe Zusammensetzung unserer Wälder sind die Eckpfeiler der Biodiversität.

Artenschutz geht uns alle an und gemeinsam lässt sich dieser auch besser umsetzen. Da lag es nahe, dass sich Förster, Jäger und Schüler der Staatlichen Wirtschaftsschule Garmisch-Partenkirchen zu einer Pflanzaktion im Wald zusammenfanden. Unter Anleitung von Joachim Mark (Amt für Ernährung, Landwirtschaft & Forsten Weilheim) und weiteren Förstern haben 40 engagierte Schülerinnen und Schüler im Wald der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen 300 Tannen, Eiben, Wildbirnen, Vogelkirschen, Schlehen und weitere früchtetragende Baum- und Straucharten gepflanzt. BürgermeisterinDr. Sigrid Meierhofer trägt die Schirmherrschaft der Aktion und dankte den jungen Leuten für ihren Einsatz. Eine von der Gemeinde gespendete Brotzeit war da selbstverständlich. Der Jagdpächter der Jagdgenossenschaft Garmisch übernimmt die Kosten für die Bäume und Sträucher.

Das Verhältnis zwischen Förstern, Waldbesitzer und Jagdgenossenschaft Garmisch ist geprägt von einer gemeinsamen Wertschätzung aller Tier- und Pflanzenarten im Wald. Menschen können sich zukünftig an den bunten Waldrändern erfreuen. Insekten, Vögel und Säugetiere werden die Blütenpracht im Frühjahr zu schätzen wissen und können die Früchte und Beeren als Nahrungsquelle nutzen. Jeder profitiert von gesunden, vielfältigen Wäldern. Mensch und Natur. Tanne und Rotwild. Weißdorn und Wildbiene. Mit diesem Wissen im Gepäck kehrt für die Schüler wieder der Alltag des Lernens und Studierens ein, aber jeder von ihnen weiß nun, wo er seinen gepflanzten Baum im Wald besuchen und ihm beim Wachsen zusehen kann. kb

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