Pflegestützpunkt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bietet den Menschen umfassende Beratung und Unterstützung rund um die Pflege

Dem steigenden Bedarf gerecht werden

Pflegestützpunkt
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Präsentierten die Beratungsangebote des neuen Pflegestützpunktes im Landkreis (v.l.): Claudia Baur, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrat Anton Speer, Daniela Bittner, Lothar Roscher und Claudia Großklaus.

Landkreis – Im Februar hat der neue Pflegestützpunkt für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen seine Arbeit aufgenommen. Hier erhalten die Bürger*innen eine wohnortnahe, unabhängige Beratung aus einer Hand. Was den Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer besonders freut: „Diese Beratung orientiert sich am Bedarf der Menschen.“ Auch Landrat Anton Speer ist zufrieden: „Wir sind froh, dass wir mit dem Pflegestützpunkt für unsere Bevölkerung ein neutrales und unabhängiges Informationsangebot rund um das Thema Pflege anbieten können. Gerade in unserem Landkreis mit seiner hohen Altersstruktur ist es wichtig, diesen Anlaufpunkt zu haben.“

Ziel ist auch, die Vielzahl von Angeboten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu vernetzen und die bestehenden Ressourcen zu bündeln, wie Sozialpädagogin Daniela Bittner als Leiterin des Pflegestützpunktes betont. Seit 21 Jahren ist sie im Landkreis als Seniorenbeauftragte tätig und weiß um die Sorgen und Herausforderungen, die mit dem Eintreten eines Pflegefalls auf die Menschen zukommen. Sie kann auf ein kompetentes Team setzen: Claudia Großklaus ist Krankenschwester, Sozialpä­dagogin und Pflegeberaterin. Lothar Roscher ist ausgebildeter Krankenpfleger, hat schon als Heimleiter Erfahrungen gesammelt und steht den Ratsuchenden nun als Pflegeberater zur Seite.

Die Anzahl der Pflegebedürftigen nimmt rasant zu. Waren es 2019 in Bayern noch 492 000, sollen es 2050 laut Prognosen bereits bis zu 880 000 sein. Tritt in einer Familie ein Pflegefall ein, stehen die Angehörigen und auch der Betroffene vor vielen offenen Fragen. Das fängt bei den notwendigen Anträgen an, geht über das Ausloten der finanziellen Möglichkeiten bis hin zur notwendigen Wohnraum­anpassung. Die Fachberater des Pflegestützpunktes klären mit viel Einfühlungsvermögen die persönliche Situation, erarbeiten ein individuell passendes Unterstützungspaket und informieren zu den ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten.

Ergänzend dazu bietet der Bezirk im Landrats­amt zusätzlich eine hilfreiche Sprechstunde an. Immer donnerstags erhält man bei Claudia Baur Informationen zu den Sozial- und Eingliederungshilfen sowie Unterstützung bei der Antragstellung. Die Beraterin ist vorläufig per Telefon und E-Mail erreichbar (siehe blauer Kasten).

Fakten zum Pflegestützpunkt

Der Pflegestützpunkt am Landratsamt Garmisch-Partenkirchen ist unter den Telefonnummern 0 88 21/751 556 und 751 557 oder per E-Mail an psp@lra-gap.de und pflegestuetzpunkt@lra-gap.de zu erreichen. Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung. Die ebenfalls kostenfreie Sprechstunde des Bezirks zu den Sozial- und Eingliederungshilfen soll immer donnerstags am Landratsamt Garmisch-Partenkirchen stattfinden. Kontakt vorerst unter Telefon 089/ 2198 21056 und per E-Mail an beratung-gap@bezirk-oberbayern.de

Die Kosten für den Pflegestützpunkt übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte der Landkreis und der Bezirk. Der Pflegestützpunkt soll mittelfristig in das neu entstehende Seniorenzentrum der LongLeif gGmbh im ehemaligen Finanzamt Garmisch-Partenkirchen integriert werden. tra

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