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Pilotprojekt abgeschlossen: Bad Bayersoien kann sich mit dem Prädikat „Zertifizierter Kurwald“ schmücken

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Kurwald
Bei der Überreichnung (v.l.): Landrat Peter Berek, Prof. Dr. Dr. Angela Schuh, Bürgermeisterin Gisela Kieweg (Bad Bayersoien), Staatsminister Hubert Aiwanger, Dr. Gisela Immich, Dipl.-Ing. Eva Robl. Die weiteren Pilot-Kurorte mit Heilwäldern sind Bad Wörishofen, Bad Füssing, Bad Kötzting, Bad Alexandersbad, Bad Berneck, Bad Birnbach, Bad Neualbenreuth, Bad Reichenhall, Bischofsgrün, Pfronten, Treuchtlingen und Weißenstadt. ©  StmWLE

Landkreis – Bad Bayersoien ist ein Vorreiter in der Prävention und um ein Prädikat reicher: der Kurort hat ab sofort zwei Kurwälder. Nach dreijähriger Mitarbeit im Pilotprojekt „Wald und Gesundheit“ erhielt 1. Bürgermeisterin Gisela Kieweg aus den Händen von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger das Zertifikat.

Mit einer Feierstunde schlossen der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ihr Pilotprojekt ab. Das Ergebnis: in Bayern gibt es ab sofort Kur- und Heilwälder in 13 Kurorten. Das Projekt ist bundesweit einmalig. Denn die LMU erarbeitete in dreijähriger Arbeit unter Beteiligung des Heilbäderverbandes und den 15 Pilotorten ein Handbuch für die Zertifizierung. Nach den darin festgelegten Kriterien können künftig auch Waldbesitzer, Gesundheitsbetriebe oder Nicht-Kurorte Wälder zertifizieren lassen. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat das Projekt mit 347.605 Euro gefördert.

„Wir alle wissen: Wälder spielen eine sehr bedeutende Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden“, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Überreichung der Zertifikate. „Im asiatischen Raum hat die Waldtherapie eine lange Tradition. Dieses Potenzial wollen wir auch in Bayern nutzen und die positiven Wirkungen von Wäldern auch in schulmedizinische Behandlungen integrieren.“

„Neben den Anwendungen mit unserem heimischen Bergkiefernhochmoor ist die Wald­therapie nun eine wundervolle Ergänzung, um präventiv etwas für seine Gesundheit zu tun“, freute sich Bürgermeisterin Kieweg nach der Überreichung des Zertifikats. Für den Bayerischen Heilbäder-Verband ist das Projekt ein Meilenstein in der Prävention, ist der Vorsitzende Landrat Peter Berek überzeugt. „Wir erweitern damit unsere starke medizinisch-therapeutische Kompetenz um ein zeitgemäßes, wissenschaftlich-fundiertes Prädikat.“ Der Wald als Ruheort und seine Nutzung zu gesundheitlichen Zwecken gewinnt an Bedeutung. „Da die bayerischen Heilbäder und Kur­orte in sehr waldreichen Gebieten liegen, bedeutet es für sie eine große Chance, ihre präventive und medizinische Kompetenz weiter auszudehnen“, freut sich Projektleiterin Prof. Dr. Dr. Angela Schuh von der LMU. kb

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