Poetisch und amüsant: "Kleines Theater" begeistert mit Michael Ende-Lesung

Der weltberühmte Schriftsteller Michael Ende würde heuer am 12. November seinen 80. Geburtstag feiern. Aus diesem Grund begeht sein Geburtsort Garmisch-Partenkirchen zu Ehren des 1995 verstorbenen Autors das „Michael Ende Jahr 2009“ mit einer Reihe von Veranstaltungen. „Das Kleine Theater“ hat nun sein Publikum zu einer „Phantastischen Reise“ in die einzigartige Wort- und Gedankenwelt Endes eingeladen.

Tatjana und Rainer Pokorny lasen aus Werken des Schöpfers der „Unendlichen Geschichte“. Der mitnichten „nur“ ein Kinderbuchautor war sondern sich auch mit Prosa und Lyrik einen großen Namen gemacht hatte. Sein „Spiegel im Spiegel“ steht Kafka in nichts nach. Die Premiere der Lesung im Kleinen Theater war ein wunderschöner Abend mit einer ganz hervorragenden Titelauswahl aus den Büchern: „Trödelmarkt der Träume“, „Das Gefängnis der Freiheit“, „Michael Endes Zettelkasten“ und „Der Spiegel im Spiegel“. Rainer und Tatjana Pokorny verstanden es, den Figuren Endes Leben einzuhauchen, etwa wenn sich in der Geschichte „Die Dame mit der Marionette“ Tatjana Pokorny mit einer imaginären Marionette unterhält, die genau wie die Dame im Buch auch an Fäden hängt. Zauberhaft auch die „Ballade vom Seiltänzer Felix Fliegenbeil“, „Hoch droben auf dem Seil aus Stahl und immer ohne Netz!“ oder die „Warnung an alle Zauberlehrlinge“ einen Frosch in eine Prinzen zu verwandeln erfordert große Kunst oder Kraft – oder Liebe. In „Zugegeben etwas klein“, meisterhaft vorgetragen, spiegelt sich die große Verbundenheit Endes zu Italien wieder. Der Schriftsteller hatte eine Zeitlang in der Nähe von Rom gelebt und dort seine Werke „Die unendliche Geschichte“ und „Momo“ verfasst. Auf eine „Phantastische Reise“ im Kleinen Theater können sich die Besucher noch am Samstag, 9. Mai, und am Sonntag, 12. Juni, jeweils um 20 Uhr begeben. Und das sollten sich nicht nur Michael Ende-Liebhaber nicht entgehen lassen. Wunderbar poetisch, amüsant und auch nachdenklich sind die passenden Worte, mit der sich die Lesung von Tatjana und Rainer Pokorny beschreiben lassen.

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