Polizei greift bei Parkchaos im Graswangtal durch

Strafzettel im Sekundentakt

Falschparker
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Staatsstraße 2060 stark durch Falschparker beeinträchtigt, sodass die Polizei durchgreifen muss.

Ammertal - Das Wetter war herrlich, die Sonne zeigte sich in vollem Glanz, der Schnee bekam über Nacht eine neue Schicht, ideal für einen Wochenendsausflug in die Berge. Trotz Lockdown stürmten die Menschen, welche teilweise sogar eine mehrstündige Anreise in Kauf nahmen, in die Natur. In den Ammergauer Alpen herrschte so großer Andrang, dass schon frühmorgens gegen 8 Uhr die Parkplätze überfüllt waren.

Im Graswangtal versuchte ein Naturpark-Ranger die Ausflügler zu lenken. Dennoch kamen immer mehr. Der Sägertal-Parkplatz war bis auf den letzten Stellplatz voll. Auch der nachfolgende Scheinberg-Parkplatz, kurz vor der Staatsgrenze war dermaßen überfüllt, dass die Staatsstraße 2060 als Ausweichfläche genutzt wurde.

Über hunderte von Metern wurde die Staatsstraße 2060 wild zugeparkt. Letztendlich blieb nur noch eine Fahrspur für den fließenden Verkehr übrig. Die Polizei aus Oberammergau eilte herbei, um sich ein Bild zu verschaffen. Es wurden im Sekundentakt Strafzettel an die Falschparker verteilt. Ein Beamter lief voraus, dieser klemmte einen Aufklärungsflyer hinter den Scheibenwischer der Fahrzeuge, der nachfolgende Beamte machte von jedem Falschparker ein Beweisfoto und dokumentierte auf Tonband das Kennzeichen. Thomas Gotzler von der Polizei erklärte, dass jeder Falschparker im Nachgang eine Ordnungswidrigkeitenanzeige von der Bußgeldstelle per Post zugestellt bekommt. Allein am Samstag stellte Gotzler mit seinem Kollegen in dem kleinen Gaswangtal rund 100 Strafzettel aus, am Sonntag dürfte die Anzahl weitaus höher gewesen sein.

Die Skitourengeher und Wanderer waren hiervon wenig begeistert. Dennoch packten sie ihre Skier und zogen los. Für Gotzler und seinen Kollegen ging es im Anschluss weiter nach Oberammergau und Unterammergau, hier warteten bereits weitere Verkehrssünder auf ihr Knöllchen. db

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