Polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd – Aufklärungsquote konnte gesteigert werden

Straftaten haben Tiefstand erreicht

Einbrecher
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Im Jahr 2020 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 279 Wohnungseinbruchdiebstähle erfasst. Gerade Wohnungseinbrüche haben enorme Auswirkungen auf das private Sicherheitsgefühl – kriminalpolizeiliche Fachberater beraten deshalb kostenfrei zu geeigneten Schutzmaßnahmen.

Region – Die polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd weist rückläufige Kennzahlen auf, allerdings müssen diese – das stellte Polizeipräsident Robert Kopp bei der Präsentation klar – im Lichte der Corona-Pandemie mit den Lockdowns, den Ausgangsbeschränkungen und Ausgangssperren betrachtet werden. Die Zahl der Straftaten sank im Landkreis Garmisch-Partenkirchen von 4.214 auf jetzt 4.015.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd – der zu betreuende Schutzbereich beinhaltet eine Fläche von 9.178 Quadratkilometern und 438 Kilometer Grenzverlauf zu Österreich – wurden insgesamt 54.141 Straftaten und damit 627 weniger als im Vorjahr erfasst. Insbesondere die Diebstahlsdelikte sind rückläufig und befinden sich damit auf dem niedrigsten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Ein Anstieg der Straftaten wird im Callcenter-Betrug verzeichnet (z.B. Anrufe falscher Polizeibeamter), im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung (z.B. Verbreiten von Kinderpornographie) und in der häuslichen Gewalt. 1723 Tatverdächtige wurden hier ermittelt. Die Opfer häuslicher Gewalt waren in der Mehrzahl weiblich (78,9 %) und 37,7 % der Opfer hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr stieg auf 75,6 % (2019: 72,7 %). Drei von vier Straftaten werden damit aufgeklärt. Die Notrufoffensive 110 hat sich nach Einschätzung von Robert Kopp bewährt: „Helfen Sie uns, damit wir Ihnen helfen können! Ihre Mitteilungen über verdächtige Wahrnehmungen tragen dazu bei, unsere Region noch sicherer zu machen.“ Nach wie vor werden Straftaten – im Jahr 2020 wurden insgesamt 31.575 Tatverdächtige ermittelt – überwiegend von männlichen Tatverdächtigen begangen, ihr Anteil betrug 78 %. Der Anteil an ausländischen Tatverdächtigen – auch das wird erfasst – lag bei 15.024 (Vorjahr: 15.496) bzw. bei 47,6 %.

Die Zahl der Diebstahlsdelikte lag 2020 bei 9.002 Fällen (2019: 10.999). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 1.197 Straftaten bzw. 18,2 %. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist ebenfalls gesunken – im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurden 279 Fälle registriert (2019: 307); ein Rückgang zum Vorjahr um 9,1 %. Leitender Polizeidirektor Frank Hellwig sagt dazu: „Wohnungseinbruchsdiebstahl hat enorme Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und jeder Einbruch ist einer zuviel.“ Um die Aufklärung weiter zu forcieren, hat man hier die Fortbildung der Beamten zur Spurensicherung vorangetrieben. tra

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