Protestaktion in Garmisch-Partenkirchen

Kundgebung des BBV: „Kommt der Wolf, stirbt die Weide“

Wolfsrudel, die Zähne fletschend
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Der Bestand an Wolfsrudeln ist in Deutschland rasant angestiegen.

Oberbayern / GAP - 150 Jahre lang galt der Wolf als ausgerottet. Im Jahr 2000 bildete sich in Sachsen erstmals wieder ein vollständiges Rudel, seither hat sich der Wolfsbestand in Deutschland rasant vergrößert. Laut aktuellem Wolfs-Monitoring sind in der Bundesrepublik 105 Wolfsrudel bestätigt. Was Naturschützer als Erfolg feiern, ist für die Halter von Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern ein Albtraum. Denn Wölfe, die bei uns keine natürlichen Feinde haben, reißen immer wieder auch Weidetiere.

Update: Aufgrund der hohen Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat der Bayerische Bauernverband die Kundgebung abgesagt.

In den vergangenen Monaten sind in Oberbayern Wolfsvorfälle nachgewiesen worden. Der Bayerische Bauernverband sieht in der Ausbreitung des Beute­greifers eine massive Bedrohung der Weidehaltung in der Landwirtschaft. In Garmisch-Partnkirchen wird deshalb an diesem Sonntag, 13. September, eine Kundgebung des Bayerischen Bauernverbands „Zum Erhalt der Weidewirtschaft: Kommt der Wolf, stirbt die Weide!“ veranstaltet.

Von 11 bis 14 Uhr versammeln sich Landwirte und Bauern, Vertreter aus Vereinen und Institutionen, im Olympia-Skistadion, um ein starkes Zeichen der Solidarität mit den oberbayerischen Weidetierhaltern zu setzen. Die Veranstalter erwarten bis zu 400 Teilnehmer. Zu den Referenten auf der Kundgebung gehören u.a. BBV-Präsident Walter Heidl , Bezirksbäuerin Christine Singer, Bezirkspräsident Stefan Köhler  Joseph Grasegger (Vorsitzender Landesverband Bayerischer Schafhalter) sowie Landrat Anton Speer und Bürgermeisterin Elisabeth Koch. tra

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