Wo die Pullover wachsen – Neue Mitmach-Aktionen im Freilichtmuseum Glentleiten

Beim Volksmusiktag wird im Freilichtmuseum Glentleiten aufgespielt. Das Foto zeigt ein Gitarrentrio mit (v. li.) Maria Schmid, Heidi Hief und Angelika Neuner. Foto: Bitala

Ganz im Zeichen der Volksmusik steht heuer das Jahr im Freilichtmuseum Glentleiten, das sagt Museumsleiterin Dr. Monika Kania-Schütz anlässlich der Präsentation des Jahresprogrammes 2012. Neben dem schon zur Tradition gehörenden Volksmusiktag (13.5.) finden in dem weitläufigen Museumsgelände auch der Zither-Sonntag (26.8.) und der Fortbildungstag „Jodler singen“ (21.4.) statt. Selbst während der Sonderausstellung ab dem Sonntag, 13. Mai, geht es beschwingt zu. Sie steht unter dem Titel „Landlerisch – Eine Ausstellung in acht Takten“.

Das Freilichtmuseum Glentleiten, hoch über der Gemeinde Großweil, ist ab sofort wieder für Besucher geöffnet. Neben den musikalischen Programmschwerpunkten, so unterstreicht Monika Kania-Schütz, kann man das Freilichtmuseum Glentleiten mit allen Sinnen erleben: „Bei uns können junge und alte Besucher die Exponate nicht nur ansehen, sondern auch das Meckern der Ziegen hören. Die Leute werden spüren, wie sich vermoderndes Holz anfühlt und wie Heu riecht.“ Für die Kinder hat sich Museumspädagogin Beate Lohner neue Mitmach-Aktionen ausgedacht: „Zum Beispiel erfahren die Buben und Mädchen, wo die Pullover wachsen – im August zeigen wir nämlich, woher die Wolle kommt und was eine Faserpflanze ist.“ Für Familien werden sog. Aktiv-Führungen angeboten. Lohner: „Wir wollen gemeinsam durch das Museum gehen und z.B. den Lebensraum Wiese kennenlernen. Das passt gut zu unserem Info-Punkt ,Heu & Milch’, an dem sich alles um Grünlandwirtschaft und Viehhaltung in vergangenen Zeiten dreht.“ Für Hobby-Archäologen wird das Freilichtmuseum ab Samstag, 15. September, höchst interessant, dann nämlich wird ein neues Gebäude der Öffentlichkeit vorgestellt; Museumssprecherin Melanie Bauer: „Unsere Fachleute konnten bei dem Zuhaus, zum Fischerweber-Hof aus Rottach-Egern, der sich bereits seit dem Jahr 2001 bei uns im Museum befindet, nachweisen, dass es auf der Hofstelle schon im Hochmittelalter einen Massivbau gab, der aufgrund von Keramikfunden nicht zum bäuerlichen Milieu des Gesamtanwesens passt. Dieses Zuhaus ist ab September für Besucher offen; persönliche Gegenstände der früheren Bewohner sind vorerst im Eingangsbereich des Museums zu sehen.“ Das komplette Jahresprogramm des Freilichtmuseums Glentleiten liegt als gedrucktes Heft in vielen Fremdenverkehrsämtern der Umgebung aus und auch an der Museumskasse. Im Internet ist es unter www.glentleiten.de zu finden. Wer sich für den Fortbildungstag „Jodler singen“ interessiert, wendet sich direkt an den Bayerischen Landesverein für Heimatpflege; Email: volksmusik@heimat-bayer.de.

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