Polizei musste zahlreiche Beanstandungen bei ihrer "Radl-Aktion" aussprechen

Das Radfahren sicherer machen

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Wie verkehrssicher sind die Fahrräder? Vor allem die Beleuchtungseinrichtungen wurden beanstandet.

GAP – Eine ganze Woche lang standen die Fahrradfahrer im Visier der heimischen Polizei. Ziel der Aktion war, die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern.

Wer schon mal als Kraftfahrer einen Fahrradfahrer aufgrund der fehlenden Beleuchtung am Rad sozusagen erst in letzter Sekunde gesehen hat, wird die Sinnhaftigkeit der Aktion gut verstehen. Gerade deshalb wollen die Beamten ihre Arbeit in diesem Bereich nicht als „Abzocke“ oder „Aktionismus“ verstanden wissen.

„Gscheid Radln“ sollte ja eigentlich auch nicht so schwer sein. Die Realität sieht allerdings anders aus. Das zeigen auch die Feststellungen der jüngsten Aktionswoche. Gut 250 Fahrradfahrer wurden innerhalb einer Woche im Kreisort kontrolliert. Erwartungsgemäß hoch war die Anzahl der beanstandeten Radler auf Gehwegen sowie entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Vor allem natürlich auch auf der beliebten Abkürzung über die Chamonixstraße. Wie gefährlich das falsche Verhalten im Straßenverkehr sein kann, wurde so manchem Radfahrer erst im Gespräch mit den Beamten bewusst – und das nicht nur aufgrund der ausgesprochenen Verwarnung. Am allerwenigsten bewusst ist vielen Fahrradfahrern wohl die Tatsache, wie leicht man in der dunklen Jahreszeit ohne Licht übersehen werden kann. Hier waren mit Abstand die meisten Beanstandungen zu verzeichnen. Dabei hatten viele Radler sogar eine funktionstüchtige Beleuchtungseinrichtung, diese aber oft aus Achtlosigkeit oder Bequemlichkeit nicht eingeschaltet.

Erschreckend war für die Einsatzkräfte die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die ohne Licht mit dem Fahrrad auf dem Schulweg unterwegs waren. Dabei sieht die Polizei nicht nur die Kinder, sondern vor allem deren Eltern in der Pflicht. Ganz klar verantwortungslos handelt, wer seine Schützlinge ohne dementsprechende Ausrüstung tagtäglich mit dem Fahrrad zur Schule schickt. Grund genug für die Polizei die Eltern aufzufordern, sich um die vorgeschriebene Ausstattung zu kümmern. Über 40 sogenannte Kontrollaufforderungen wurden im Rahmen der Aktion ausgestellt. Damit sind die Eltern angehalten, das beanstandete Fahrrad bei der Polizei vorzuführen und die Verkehrstüchtigkeit nachzuweisen. Kein gutes Beispiel für seine Schützlinge gab bei den Kontrollen auch ein Lehrer an einer der Schulen im Kreisort ab. Der Mann war in der Dunkelheit ebenfalls ohne jegliche Beleuchtung am Rad unterwegs.

Das Fazit der Polizei

Neben den vielen Aufgaben im täglichen Dienst werden die Beamten auch künftig weiterhin ein Auge auf die Fahrradfahrer werfen müssen. In Punkto Verkehrssicherheit werden die Beamten in den kommenden Wochen auch die Aktion „Licht-Test 2017“ des Bundesverkehrsministers mit auf dem Plan haben. Dabei geht es darum, alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere auch die Autofahrer, für das Thema Licht und Sicherheit zu sensibilisieren.

von Kreisbote

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