Aktionswoche der Polizei nimmt diesmal besonders die Fahrradfahrer ins Visier

Wie verkehrssicher ist eigentlich Ihr Radl?

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Die Zahl der Fahrradunfälle in Bayern ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bei zwei Drittel aller Unfälle sind die Fahrradfahrer selbst Schuld. Die aktuelle Aktionswoche der Polizei nimmt deshalb die Radler ins Visier. Die SPD in Bayern plädiert angesichts der gestiegenen Unfallzahlen für eine bessere Verkehrserziehung und nimmt die Staatsregierung in die Pflicht, mehr Fahrradwege zu schaffen.

GAP – In dieser Woche wird die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen ein besonderes Augenmerk auf die Fahrradfahrer im Dienstgebiet werfen.

Die Aktion soll vor allem in der bevorstehenden dunklen Jahreszeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Allzu oft fallen der Polizei in letzter Zeit Fahrradfahrer auf, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Das Befahren von Fußgängerwegen, die Missachtung von Einbahnregelungen oder die Benutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt sind nur ein Auszug aus der Liste der Verstöße. Die mangelnde oder fehlende Beleuchtung der Fahrräder ist ebenfalls immer wieder ein Thema. Hier gefährdet der Radler nicht nur andere Verkehrs­teilnehmer, sondern in erster Linie sich selbst.

Grund genug für die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen eine Woche lang durch Kontrollen auf das Thema aufmerksam zu machen. Dabei geht es den Beamtinnen und Beamten nicht ums Abkassieren. Vielmehr möchte man nach dem Slogan „Gscheid radeln“ die Fahrradfahrer zu einer verantwortungsvollen Teilnahme am Straßenverkehr bewegen. Da ein Appell allein erfahrungsgemäß wenig hilft, wird in dieser Woche aktiv kontrolliert. Die Aktion wird dabei möglichst breit angelegt. Ein besonderes Augenmerk auf die richtige Beleuchtung des Radls wird man zum Beispiel auf dem Schulweg und auch in den Abendstunden legen. Die häufig bevorzugte Abkürzung über die Chamonixstraße entgegen der Einbahnregelung werden die Beamten ebenfalls im Blick haben.

Neben der Verfolgung von Verkehrsordnungswidrigkeiten will die Polizei die Radler auch dazu auffordern, bestehende Mängel an ihren „Drahteseln“ zu beheben und das Fahrrad dann auf der Inspektion nochmals vorzuführen.

Den Beamten geht es auch um ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer, weshalb sie neben Fahrradfahrern natürlich auch ein Auge auf Fußgänger und Kraftfahrer haben werden. Gerade gegenüber motorisierten Fahrzeugen ist der Radler im Nachteil, weil er keine schützende Karosse um sich hat. Dementsprechend umsichtig sollten sich alle Pkw- und Lkw-Fahrer gegenüber Radfahrern verhalten.

Wer jetzt sicher gehen möchte, dass sein Fahrrad für den Straßenverkehr richtig ausgestattet ist, der kann sich im Internet oder beim Fachhändler vor Ort informieren.

von Kreisbote

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