Im Rahmen der Landesausstellung werden im Juni Benediktiner Klassiktage im Kloster Ettal veranstaltet

Ritter-Geschichten und Alphorn-Bläser

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Stellten das Programm der „Beneditiner Klassiktage im Kloster Ettal“ Mitte Juni vor; von links: Dr. Nikolaus Faulstroh (Landkreis Garmisch-Partenkirchen), Beate und Josef Gilgenreiner (Organisatoren), Pater Johannes Bauer (Kloster Ettal).

Ettal – Seit Jahrhunderten ist das Kloster Ettal christliches Zentrum des Ammertales und des Werdenfelser Landes. Kaum zu glauben, dass in der Abtei keine kulturellen Großereignisse stattfinden, obwohl sich die weitläufige Anlage dafür anbietet. Das letzte klassische Konzert, das dem Bayerischen Rundfunk eine Radioübertragung wert war, liegt fast fünf Jahrzehnte zurück. Das soll sich in diesem Sommer ändern...

Jetzt entdeckten die Leute vom „Haus der Bayerischen Geschichte“ die Region um Ettal für ihre Landesausstellung 2018 „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ und wecken auch das Kloster aus dem musikalischen Dornröschenschlaf. Eigentlich ist das ja ein Verdienst des Landkreies Garmisch-Partenkirchen mit einem einzigartigen Rahmenprogramm zur Ausstellung. Als einer der ersten Höhepunkte firmieren die „Benediktiner Klassiktage im Kloster Ettal“. Die Organisatoren, Beate und Josef Gilgenreiner aus Bad Kohlgrub, stellen ein Programm auf die Beine, das im ländlichen Oberbayern seines Gleichen sucht. Dr. Nikolaus Faulstroh – der Rahmenprogramm-Koordinator im Landratsamt – konnte kompetente Kooperationspartner gewinnen: den Landkreis selbst, dazu das Kreisklinikum, das Kloster Ettal und die Benediktiner Weißbräu GmbH. Wenn die Klassiktage beim Publikum ankommen, soll die Veranstaltungsreihe die Landesausstellung überdauern und in den kommenden Jahren weitergeführt werden.

Der Reigen beginnt am 15. Juni, um 15 Uhr, im Chinesensaal des Klosters mit einem Symposium zum Münchner Hof­operndirigenten Hermann Levi. Am 16. Juni folgt das Festkonzert „Mythos Bayern“ in zwei Teilen. Mit einem Bläser-Ensemble des Staasorchesters München beginnt es um 19.15 Uhr im Innenhof des Klosters mit Werken von Richard Wagner und Sergej Prokofjew sowie des bayerischen Komponisten Rainer Bartesch. Der zweite Teil findet in der Basilika statt, dann spielt das „Orchestre of Europe“ Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert. Den Schlusspunkt des Festivals setzt am 17. Juni ab 15 Uhr ein Liedernachmittag in der Internatskapelle. Das Motto lautet dann Ritter – Beschützer, Krieger, Kavaliere. Es singt der Bassbariton René Perler, am Klavier begleitet von Edward Rushton. Karten gibt es über München-Ticket und damit auch bei uns. Detaillierte Infos zum Programm: www.kloster-ettal.de.

von Günter Bitala

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