Bundesverkehrsminister gibt Startschuss

Bundesverkehrsminister gibt Startschuss für zweiten Bauabschnitt der Ortsumfahrung

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Ganz modern per Buzzer erfolgte der Startschuss zum Bau der Ortsumgehung von Saulgrub. Von links: Bgm. Rupert Speer, MdB Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Harald Kühn (Landrat), Josef Gratz (2. Bgm.). Verdeckt sind MdL Florian Streibl und Staatssekretär Gerhard Eck.

Saulgrub – Es war abzusehen, dass Dr. Peter Ramsauer nicht mit leeren Händen ins Ammertal kommen würde. Es war zwar der Tag für den Startschuss zum zweiten Bauabschnitt der Ortsumfahrung Saulgrub, aber der Bundesverkehrsminister hatte eine gute Nachricht für die verkehrsgeplagten Menschen in Garmisch-Partenkirchenk.

Ramsauer bezeichnete die Situation zwischen Oberau und Garmisch-Partenkirchen als „verheerenden Verkehrsnotstand“ und kündigte an, dass das „Ergänzende Planfeststellungsverfahren für den Kramertunnel” sofort eingeleitet werden könne: „Das Verfahren wird etwa zwei Jahre dauern. Bis dahin hoffen wir, auch die Finanzierung für den Weiterbau auf solide Beine gestellt zu haben.“ Der 6. Mai war in erster Linie aber ein Tag für die Saulgruber Bürger. Am Kragenauer Weg waren Fahnen aufgezogen worden, die Blaskapelle Saulgrub spielte und die Menschen kamen in Massen zu dem „historischen Ereignis“, wie es Bürgermeister Rupert Speer bezeichnete: „Wir haben lange 50 Jahre auf diesen Moment warten müssen.“ Ein bestens aufgelegter Bundesver- kehrsminister begrüßte zuerst die Musiker der Blaskapelle und erinnerte sich an seine eigene Jugend: „Als Jugendliche mussten wir solche Ereignisse auch immer musikalisch umrahmen. Aber eigens begrüßt hatte uns von den hohen Herren niemand.“ In seiner Festrede lob- te Ramsauer den unermüdlichen Einsatz von Bürgermeister Speer und seinem Gemeinderat, denn „ohne Beharrlichkeit“ lasse sich kein Großprojekt in die Tat umsetzen: „Die zukünftige Ortsumgehung entlastet die Anwohner von Saulgrub dauerhaft vom Durchgangsverkehr. Das heißt weniger Lärm, weniger Abgase und damit mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität.“ Landrat Harald Kühn hob die Bedeutung der B23 für die Nord-Südrichtung im Landkreis hervor, und es liege ihm v.a. die Staatsstraße von der Autobahn A95 her kommend als unverzichtbare Ost-West-Trasse im nördlichen Landkreis am Herzen. Kühn freut sich, dass die Ortsumgehung von Saulgrub bis Herbst 2016 fertig sein wird – gerade rechtzeitig, um den Verkehr zur Landesausstellung 2018 in Ettal und zur Passion 2020 in Oberammergau aufnehmen zu können. Die Länge der Umfahrung, die den Namen ‚B23 neu‘ bekommen wird, misst 1,9 km. Die Kosten betragen etwa 18 Mio. Euro. Die aufwändigsten Bauabschnitte sind die Einhausung mit einer Länge von 79 Metern am Kragenauer Weg und die Grundwasserwanne mit 440 Metern an der Bahnlinie. Dazu kommen eine neue Eisenbahnbrücke und zwei Feldwegbrücken. Die neue Straße ist für ein Verkehrsaufkommen von rund 10000 Fahrzeugen pro Tag ausgelegt. Der Staatssekretär im Bayer. Innenministerium, Gerhard Eck: „Investitionen in den Straßenbau wie in Saulgrub sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Die Stärke Bayerns beruht auf leistungsfähige Verkehrswege.“  gb

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