Georgischer Pkw-Fahrer unter Schleusungsverdacht

Polizei machte „Reisepläne“ bei Grenzkontrolle zunichte

Abzeichen Bundespolizei
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An der Grenze bei Mittenwald gestoppt.

Die Bundespolizei hat am 2. Mai bei Grenzkontrollen auf der B2 bei Mittenwald die „Reisepläne“ von drei georgischen und einer armenischen Staatsangehörigen beendet. Das Quartett war mit einem in Frankreich zugelassenen Pkw aus Richtung Tirol unterwegs. Gegen den Fahrer wird nun wegen Einschleusens von Ausländern ermittelt.

Am frühen Sonntagnachmittag stoppten die Bundespolizisten den Wagen eines 41-jährigen Georgiers. Der Fahrzeugführer konnte sich ordnungsgemäß mit Pass sowie seiner georgischen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei seinen Begleitern um zwei Landsleute und eine Frau aus Armenien. Papiere für die Einreise beziehungsweise den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland hatten diese allerdings nicht dabei.

Die zuständige Bundespolizei in Rosenheim beschuldigt den Fahrer nun des Schleusungsverdachts. Der in Straßburg gemeldete Mann konnte nach einer entsprechenden Strafanzeige weiterreisen – allerdings allein. Seine beiden Landsleute mussten die Bundesrepublik nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Sie wurden wegen versuchter illegaler Einreise angezeigt und nach Österreich zurückgewiesen. Die Armenierin erhielt ebenfalls eine Anzeige wegen eines unerlaubten Einreiseversuchs. Da sie in der Vergangenheit bereits in Berlin registriert worden war, wurde sie der für sie zuständigen Ausländerbehörde zugeleitet. Das Berliner Amt wird über ihren weiteren Verbleib im Land zu entscheiden haben. kb

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