Gemeinde und BRK Kreisverband suchen nach einer Lösung für den Neubau der Rettungswache in Oberammergau

Einen fairen Weg finden

Bürgermeister und BRK-Kreisvorsitzender vor der Rettungswache in Oberammergau.
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Der Standort der Rettungswache Oberammergau soll erhalten bleiben, da sind sich Bürgermeister Andreas Rödl (links) und BRK-Kreisvorsitzender Thomas Schwarzenberg einig. Deshalb wird eine Erbpachtlösung verhandelt.

Oberammergau – Eine beispielgebende Kooperation soll dem Passionsort den Fortbestand der Rettungswache ermöglichen: Die Gemeinde Oberammergau und der BRK-Kreisverband verhandeln über einen Erbpachtvertrag, auf dessen Grundlage in naher Zukunft der dringend erforderliche Neubau der Rettungswache in Oberammergau realisiert werden könnte.

Die Rettungswache des BRK in Oberammergau verfällt zunehmend: Bretter der Wandverkleidung lösen sich, das Dämmmaterial vermodert, drinnen wird es nass. Bei einem Termin vor Ort konnte sich der BRK-Kreisverbandsvorsitzende Thomas Schwarzenberger davon überzeugen, dass Handlungsbedarf besteht. Bürgermeister Andreas Rödl hat dem Kreisverband einen Vorschlag gemacht: Da die Gemeinde kein Geld für einen Neubau hat, will sie das gemeindeeigene Grundstück an das BRK verleihen. Diese Erbpachtlösung wurde im Gemeinderat noch im Dezember einstimmig befürwortet, sodass man nun in Verhandlungen treten kann. Dass Oberammergau eine Rettungswache braucht und der Standort erhalten werden soll, darüber herrscht Einigkeit.

Allerdings hätte Thomas Schwarzenberger für den BRK-Kreisverband den Kauf des kompletten Grundstücks favorisiert – das will die Gemeinde Oberammergau nicht, die deshalb den Erbpachtvertrag vorschlägt. Mit einer langfristigen Verpachtung könnten beide Seiten gut leben, denn auch das BRK will den Standort Oberammergau weiterentwickeln und die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräfte gut unterbringen. Das Landratsamt wird nun den Grundstückswert schätzen, dann wollen beide Seiten eine faire Lösung – und damit eine angemessene Höhe der Erbpacht – finden. kb

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