Richard-Strauss-Festival mit Konzerten auf Schloss Elmau, im Kloster Ettal und auf dem Wank

Strauss für die ganze Region

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Im vergangenen Sommer unterschrieb Alexander Liebreich im Beisein von Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer den Vertrag als Festivalleiter auf dem Wank. Der Partenkirchner Hausberg wird auch im aktuellen Programm eine Rolle spielen.

GAP – Alexander Liebreich, im Sommer 2017 zum künstlerischen Leiter des Richard-Strauss-Festivals ernannt, stellte sein erstes Festivalprogramm vor. Unter dem Motto „Metamorphosen“ findet es vom 22. Juni bis 1. Juli statt und stellt klare programmatische Bezüge her.

„Richard Strauss in Verbindung mit Barockmusik, Sergei Prokofjew in Ettal und das historische Jahr 1938 des Münchner Abkommens, dies sind zentrale Ankerpunkte des Festivalprogramms. Genauso wichtig ist mir aber auch die Begegnung mit der atemberaubenden Natur des Werdenfelser Lands“, betont Alexander Liebreich. 

Von Garmisch-Partenkirchen ausgehend strahlt das Festival erstmals auch in die Region aus, denn es werden auch Konzerte auf Schloss Elmau, im Kloster Ettal und auf der Sonnenterrasse des Wank auf 1780 Metern Höhe stattfinden. Konzertwanderungen auf die umliegenden Berge oder durch die atemberaubende Partnachklamm werden ebenfalls angeboten. Die Dauer des Festivals wurde deshalb auch auf zehn Tage erweitert.

Metamorphosen

Das Eröffnungswochenende bietet mit dem Eröffnungskonzert in der Alpspitzhalle am 22. Juni einen ersten Höhepunkt im Programm. Richard Strauss‘ letztes großes Orchesterwerk, die Metamorphosen für 23 Solostreicher, und Henry Purcells Oper Dido und Aeneas gehen vielschichtige inhaltliche und musikalische Beziehungen ein. Beide Werke werden von der Akademie für Alte Musik Berlin, einem der Spitzenensembles für die historisch informierte Spielpraxis, unter der Leitung von Alexander Liebreich gespielt. Für die besondere Rolle des Chors in Purcells Oper konnte der Chor des Bayerischen Rundfunks gewonnen werden. Marie-Claude Chappuis singt die Partie der Dido, Matthias Winckhler den Aeneas. Robin Johanssen als Belinda und Katharina Magiera als Sorceress gehören ebenfalls zur hochkarätigen Besetzung.

Gestaltungskonzept für die Alpspitzhalle

Eine entscheidende Aufwertung erfährt die akustisch gute Alpspitzhalle, um dem Festivalpublikum das entsprechende Ambiente für ein erstklassiges Konzerterlebnis zu bieten. Alexander Liebreich initiierte die Neugestaltung von Foyer und Publikumsbereich und engagierte dafür ein hochkarätiges, erfahrenes Team. Regisseur Ingo Kerkhof und Bühnenbildner Gisbert Jäkel entwickeln das Gestaltungskonzept für einen attraktiven Erlebnisraum, Lichtdesigner Rainer Ludwig das Beleuchtungskonzept für diesen und alle weiteren Aufführungsorte.

Am Samstag, 23. Juni, sind die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Gustavo Gimeno mit Werken von Richard Strauss, Charles Ives und der 6. Symphonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, ebenfalls das letzte Werk des Komponisten, in der Alpspitzhalle zu Gast.

Hoch hinaus

Am Sonntag, 24. Juni, erfüllt sich Festivalleiter Alexander Liebreich mit der Konzertwanderung auf den Wank einen besonderen Wunsch: die Verbindung von Natur und Musikerlebnis. Das neue Festivalformat verspricht den entspannten Ausklang des Eröffnungswochenendes. Ob man zu Fuß oder mit der Wankbahn den Gipfel erklimmt, auf der Terrasse der Sonnenalm erwartet das Publikum ein dreigängiges Dinner und ein Konzert mit Munich Opera Brass, den acht Hornisten des Bayerischen Staatsorchesters, mit Kompositionen von der Renaissance bis zum Rosenkavalier.

Ab 2019 wird auch die Zugspitze mit dem Räumen von „Panorama 2962“ als weiterer Spiel­ort eröffnet. Eben Top of Germany.

In der Werdenfels Aula

Am Montag, 25. Juni, setzt sich das Festival mit einem kammermusikalischen Schwerpunkt an neuen Aufführungsorten fort. Alexander Liebreich entdeckt die wunderschöne Aula des Werdenfels Gymnasiums, in der bereits beim vergangenen Festival eine Lesung stattfand, als idealen Raum für Kammermusik. Hier konzertiert der international renommierte deutsche Cellist Alban Gerhardt gemeinsam mit der Geigerin Gergana Gergova und dem Pianisten Olli Mustonen. Auf dem Programm stehen Werke von Johannes Brahms, Johann Sebastian Bach und Richard Strauss.

Schloss Elmau

Von Dienstag bis Donnerstag (26. bis 28. Juni) heißt es Richard-Strauss-Festival @ Schloss Elmau, ein Projekt, das von Alexander Liebreich und Silke Zimmermann, der künstlerischen Leiterin von Schloss Elmau, ins Leben gerufen wurde. Auf dem Programm stehen ein Klavierabend mit dem herausragenden finnischen Pianisten Olli Mustonen – er interpretiert Werke von Richard Strauss, Robert Schumann und eigene Kompositionen - und ein Liederabend mit der Mezzosopranistin Okka von der Damerau, am Klavier begleitet von Karola Theill, mit Werken von Strauss, Gustav Mahler und Alban Berg.

Open air in Ettal

Eine Premiere bestimmt das Programm des zweiten Festivalwochenendes: Erstmals sind Open air Konzerte zu erleben. Die prachtvolle Kulisse ist der Innenhof des Klosters Ettal, das 2018 auch die Bayerische Landesausstellung „Mythos Bayern“ beherbergt. An beiden Abenden ist das Brno Philharmonic Orchestra zu Gast. Am Freitag, 29. Juni, stehen Leoš Janáceks Sinfonietta und passend zur großartigen Landschaft Richard Strauss‘ „Alpensinfonie“ auf dem Programm. Spannungsreich gestaltet Alexander Liebreich das Programm des zweiten Klassik Open air am Samstag, 30. Juni, bei dem er selbst am Pult steht. Die virtuose Lisa Batiashvili interpretiert Sergei Prokofjews 2. Violinkonzert. Prokofjew lebte in den Jahren 1922 und 1923 in der Gemeinde Ettal und arbeitete hier unter anderem an seiner Oper „Der feurige Engel“. Zu hören sind auch Auszüge aus Romeo und Julia, zu dem das Brno Philharmonic Orchestra eine besondere Beziehung hat. Im zweiten Teil des Abends steht die Tondichtung Also sprach Zarathustra auf dem Programm.

Kartenvorverkauf

Der Kartenverkauf für die Klassik Open air Konzerte im Kloster Ettal läuft bereits. Karten für alle weiteren Veranstaltungen gelangen ab Anfang Februar 2018 in den Verkauf und sind dann auch über den Kreisboten-Verlag zu beziehen.

von Ilka Trautmann

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