Finanzkräftiges Signal

Richard-Strauss-Festival wird vom Markt auch 2019 und 2020 in gleicher Höhe unterstützt

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Das Festival 2018 gefiel: Der neue künstlerische Leiter Prof. Alexander Liebreich im Gespräch mit Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (Bildmitte) und der damals noch amtierenden Wissenschafts- und Kunstministerin Prof. Dr. Marion Kiechle.

GAP – Die Leistungen des Marktes Garmisch-Partenkirchen für das Richard-Strauss-Festival in den Jahren 2019 und 2020 war Gegenstand einer Debatte im Gemeinderat.

Dr. Christian Wolf vom Richard-Strauss-Institut (der künstlerische Leiter Prof. Alexander Liebreich weilte im Ausland) war in den Rathaussaal gekommen, um noch einmal über die Neuausrichtung des Festivals zu sprechen und eine Bilanz zu den Musiktagen in diesem Sommer zu ziehen. Und das Fazit der Veranstalter ist positiv: Das neue Konzept und neue Spielstätten (ausgeweitet auf den Landkreis) lockten 6000 Besucher. Die Neukonzeption und die damit verbundene Öffnung des Programms – auch wenn der Fokus selbstverständlich auf Richard Strauss bleibt – fand in den Medien ein sehr positives Echo. Die geplante Drittelung des 1-Millionen-Etats mit einem Drittel öffentliche Hand, einem Drittel Marktgemeinde und einem Drittel durch Eintrittsgelder und private Sponsoren, sei noch nicht aufgegangen, doch daran will man unbedingt festhalten. Dennoch: „Das Richard-Strauss-Festival unter der neuen künstlerischen Leitung ist im ersten Jahr sehr gut gelaufen“, erklärte Dr. Christian Wolf.

Nachdem der Freistaat das Festival im Jahr 2017 mit 70.000 Euro unterstützt hatte, bewilligte man 2018 eine Förderung in Höhe von 230.000 Euro. Damit hat der Freistaat Bayern (sowie mit der hälftigen Übernahme der Personalkosten über die Betriebskosten des Richard-Strauss-Instituts), seinen Anteil erheblich gesteigert. Zusammen mit Zuschüssen aus dem Bezirk Oberbayern (12.000 Euro) und aus dem Budget der Landesausstellung Mythos Bayern (30.000 Euro) ergibt sich eine finanzielle Förderung aus öffentlichen Mitteln in Höhe von 272.000 Euro.

Der Markt Garmisch-Partenkirchen hat heuer 330.000 Euro zur Unterstützung der Neuausrichtung beigesteuert. Nun musste entschieden werden, ob der Markt seine jährlichen Leistungen für 2019 und 2020 in dieser Höhe beibehält – oder die Summe, orientiert am Zuschuss des Freistaates, auf jährlich 280.000 Euro reduziert.

Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer hob hervor, dass der Freistaat nicht zuletzt deshalb aufgestockt hat, weil auch die Marktgemeinde erhöht hat, „und dieses Signal sollten wir beibehalten“. Ihr und den Organisatoren wäre es freilich am liebsten, das Festival bekäme eine eigene Haushaltsstelle – „das brächte Planungssicherheit.“

Dr. Günter Steinebach und Elisabeth Koch (beide CSU) zeigten sich überzeugt davon, dass das Konzept aufgeht. Koch ergänzte: „Die Marke Richard Strauss ist ausbaufähig, jetzt heißt es dranbleiben und der Neuausrichtung eine Chance geben.“ Auch Robert Allmann (SPD) und Alexandra Roos-Teitscheidt (Fraktion Grüne-Unabhängige) erklärten, dass sich etwas bewege und der Markt in seiner Unterstützung nicht nachlassen dürfe. Die Vertreter der Freien Wähler zeigten sich mit den Lobeshymnen nicht ganz einverstanden und rechneten vor, dass viel Geld an das Richard-Strauss-Festival fließe. Claus Gefrörer (CSU) meinte daraufhin, dass sie doch Florian Streibl in seiner neuen Funktion als Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler bitten könnten, dass der Zuschuss des Freistaates auch für die kommenden Jahre bleibt. Den müsse man nicht neu ins Boot holen, konterte die Bürgermeisterin, denn Florian Streibl ist seit langem ein Verfechter des Festivals.

Mit 20:6 Stimmen wurde schließlich beschlossen, dass der Markt Garmisch-Partenkirchen auch in den Jahren 2019 und 2020 jeweils 330.000 Euro für das Richard-Strauss-Festival bereitstellt.

von Ilka Trautmann

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