Richtfest auf der Glentleiten

Bauarbeiten liegen im Zeitplan, Kostenrahmen wird eingehalten

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Architekt Florian Nagler, Direktorin Monika Kania-Schütz, Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Thomas Schwarzenberger (v.l.) genossen den Blick von der Terrasse des neuen Eingangsgebäudes.

Großweil / Region – Im Frühjahr 2018 betreten die Besucher der Glentleiten das Freilichtmuseum durch ein neues Eingangsgebäude. In der vergangenen Woche wurde bei großer Hitze aber erstmal Hebauf gefeiert. In dem 15 Meter breiten und 72 Meter langen Holzbau sind neben dem klassischen Eingang ein großer Gastronomiebereich untergebracht, dazu ein Vortragssaal, eine Schaubrauerei und ein Raum für Sonderausstellungen. Das neue Eingangsgebäude kostet rund 13,5 Millionen Euro.

Josef Mederer durfte als Bauherr und oberster Vertreter des Bezirks Oberbayern eine Vielzahl an hochkarätigen Gästen begrüßen, darunter auch einige Bezirksräte und Bürgermeister. „Wir vereinen im neuen Eingangsgebäude vielfältige Aufgaben und wollen ein attraktives Eingangstor schaffen“, betonte der Bezirkstagspräsident, dessen Behörde den Großteil der Kosten übernimmt. Einen kleineren Betrag übernimmt die Bayerische Landesstiftung.

In seiner humorvollen Richtfest-Rede ging Mederer auch auf die geografischen Besonderheiten der Glentleiten ein. Das Freilichtmuseum teilen sich nämlich zwei Landkreise. So befinden sich die Verwaltung und das alte Eingangsgebäude auf der Gemarkung des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. Dagegen liegt der 100 Meter entfernte, neue Eingang im Bereich des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. „Die Baustelle ist ja auf der anderen Seite“, wandte sich Mederer an den Garmischer Landrat Anton Speer. Der zeigte sich gewohnt schlagfertig: „Aber ganz knapp!“ 

Ungewohnt kurz sprach Florian Nagler. Für ihn sei es ganz entscheidend gewesen, für das neue Gebäude „eine gute Anknüpfung am Baubestand“ und „eine gute Einbindung in die Topografie“ zu schaffen. Der Architekt ist überzeugt, dass beides gut funktioniere. Nagler blinzelte in die schweißgebadete Menge und meinte abschließend: „Ich freue mich jetzt auf ein kühles Bier.“

Der Bezirkstagspräsident blickte nach vorn. „Die Baustelle neigt sich dem Ende zu“, so Mederer. Er sei zuversichtlich, dass im kommenden Jahr wie üblich an Josefi das Freilichtmuseum eröffnet werde und das neue Eingangtor dann benutzbar sei. Und er blickte versonnen von der Biergartenterrasse auf den Kochelsee: „Dann können wir einen Josefibock frisch zapfen.“ Mederer hatte aber noch eine weitere positive Nachricht zu verkünden. Ein Grundstück sei mit dem Freistaat Bayern verbrieft worden, so dass eine weitere Fläche für das Freilichtmuseum zur Verfügung stehe. Dessen Direktorin Monika Kania-Schütz sei mit Herzblut dabei, sagte Mederer. „Ich unterstelle ihr: Sie ist mit dem Plan in der Hand eingeschlafen und mit dem Plan in der Hand aufgewacht.“ 

Die Direktorin wiederum sprach von einem neuen Charakter und einer Willkommensgeste durch das neue Eingangstor. „Das alte Gebäude hat den vielfältigen Funktionen nicht genügt“, verdeutlichte Monika Kania-Schütz die Notwendigkeit des Neubaus, der Kasse, Sonderausstellung, Ticketverkauf, barrierefreie Toiletten, Gastronomie und Brandschutz in sich vereine. Darüber hinaus hatte die Museumsdirektorin zwei Anliegen, die sie dem Bezirk vortragen wird: Der Starkerer Stadel soll zu einem museumspädagogischen Zentrum umgebaut und das alte Eingangsgebäude zum Schaudepot umfunktioniert werden: „Zum Gedächtnis der Region“, wie sie sagte.

Von Alexander Kraus

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