Riesenslalom fiel dem Wetter zum Opfer und musste abgesagt werden

Wetterkapriolen

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Die Fans hatten sich auf das schlechte Wetter am Sonntag eingestellt.

GAP – Felix Neureuther und Fritz Dopfer hatten sich auf ihr Heimrennen gefreut. Doch der Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen fiel am Sonntag dem Wetter zum Opfer und musste abgesagt werden. Kurz vor Rennbeginn traf die Jury die Entscheidung. Zuvor war schon der Start nach unten verlegt worden, am Ende half aber auch das nicht mehr. Anhaltender Regen und Schneeregen hatten die Kandahar-Piste seit der Nacht so extrem aufgeweicht, dass ein reguläres Rennen nicht möglich gewesen wäre.

„Wir sind eine Freiluftsportart. Es wäre immer ein Rennen am Limit gewesen, du musst es hinnehmen, wie es ist“, sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. FIS-Renndirektor Markus Waldner meinte: „Ich habe noch einmal alles kontrolliert – es war nicht gut genug. Der Schnee ist einfach tot, die Sicherheit war nicht gewährleistet.“ Die Rennleitung habe den Nebel und den nassen Schnee „nicht unter Kontrolle“ gehabt und deshalb so entschieden. „Auch bei der Abfahrt waren wir am Limit, aber wir haben es gerettet“, sagte Waldner. „Wir waren vorbereitet. Die Vorhersage war so, wie eingetroffen. Wir waren um 5 Uhr am Berg, es hatte 20 cm Neuschnee gegeben. Da haben wir gleich gesehen, dass es keine Chance gibt, am Originalstart das Rennen zu beginnen. Also haben wir es sofort auf den Seilbahnsprung verlegt. 180 Helfer waren mit dabei und haben geschaufelt und alles gegeben. Die Besichtigung durch die Läufer hat ganz normal stattgefunden. Dann kam der Nebel und Schnee. Die Piste hatte zunächst noch guten Untergrund von gestern, sie ist dann aber gekippt. Wir haben noch versucht das Rennen von weiter unten zu machen, den Start Einfahrt Hölle zu verlegen. Dann haben wir Vollgas mit Wasser und Salz die Linie bearbeitet. Dort wo wir auf der Abfahrtslinie waren, gab es keinen Untergrund mehr. Vielleicht hätten wir zehn Fahrer runtergebracht, aber dann hätten wir doch abbrechen müssen.“ Es hätten auch zwei Durchgänge gefahren werden müssen, um das Rennen zu werten. Nach einem Durchgang ist das nicht möglich. „Man kann nur einen längeren ersten und einen kürzeren zweiten machen“, erklärt Waldner. „Im Endeffekt war es so wie in Adelboden, als das Rennen auch abgesagt werden musste. Das Grundproblem ist ein gemeinsames: Ein sehr warmer Winter, im letzten Moment fertig geworden mit Schneeproduktion für die Hölle und dadurch ein schwacher Unterbau. Man kann fahren, wenn die Natur gut ist, aber sonst fehlt der Sockel.“ Wann das Rennen nachgeholt wird, ist noch nicht klar. „Ein einzelnes Rennen wohin zu geben ist schwierig. Auch die österreichischen Orte wollen das nicht. Wir werden nun in Kranjska Gora nachfragen, ob sie noch einen weiteren Riesenslalom austragen würden.“ Felix Neureuther schnappte sich, als er ins Ziel gekommen war, das Mikrophon und bedankte sich bei den Fans, dass sie gekommen waren und meinte: „Jetzt beim Runterfahren war ich der Schnellste...

Von Titus Fischer

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