Riesenslalom: Doppelsieg für Österreich

Marcel Hirscher wieder ganz oben

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Fritz Dopfer war der beste Deutsche im Riesenslalom.

GAP – Während die Österreicher bei den Abfahrern seit über einem Jahr auf einen Sieg warten (siehe Bericht oben), gab es im Riesenslalom sogar einen Doppelsieg.

Marcel Hischer war wieder einmal nicht zu schlagen. Als der beste Ski-Rennläufer der Gegenwart die Ziellinie beim Riesenslalom überquerte, da schrien die Zuschauer mehr oder weniger fassungslos auf. Was für eine Machtdemonstration von Marcel Hirscher. Er hatte einen gigantischen Vorsprung von 1,57 Sekunden. Er fuhr nicht nur im ersten Lauf, sondern auch im zweiten die Bestzeit.

Es war sein zehnter Sieg in dieser Saison und der 55. seiner Karriere. In der ewigen Bestenliste hat der Österreicher damit seinen großen Landsmann Hermann Maier (54 Siege) überholt. „Im Endeffekt ist jeder schlagbar“, sagte Hirscher, aber „momentan rennt es mir halt sehr gut.“

So gut, dass er in seiner eigenen Liga fährt und ihm der siebte Sieg nacheinander im Gesamtweltcup nicht mehr zu nehmen sein wird. „Ich bin super happy“, ergänzte der große Olympiafavorit und behauptete, er sei „überrascht“, dass es so gut laufe „nach dem depperten Knöchelbruch“. Diesen hatte er im vergangenen August erlitten. Der Norweger Henrik Kristoffersen, bislang Hirschers ärgster Rivale in der laufenden Saison, wurde Vierter (+1,83). Er hatte als Neunter im ersten Durchgang vor allem sich selbst enttäuscht und danach eine klare Analyse parat: „Ich muss einfach schneller Ski fahren.“

Rang zwei ging an Manuel Feller. Rang drei ging an den US-Amerikaner Ted Ligety. Feller war happy: „Letztes Jahr war es mein erstes Rennen in Garmisch, damals war schon bei der Auslosung eine tolle Stimmung, deshalb hab ich mich heuer auch schon auf die Rennen gefreut, Für mich sind das fast Heimrennen.“ Über seinen Kollegen Hirscher meinte er: „Man schaut sich schon an, wie Hirscher die Sachen beobachtet. Mein Ziel ist es ihn einmal zu schlagen. Es ist eine Ehre, mit ihm Ski fahren zu dürfen. Marcel und ich haben den gleichen Physiotherapeuten und Konditionstrainer im Sommer.“ Nun freut er sich auf Südkorea: „Alle Medaillen sind gleich viel Wert. Slalom geht um so viel Perfektion. Im Riesenslalom kann man so viel über Athletik und über Prügeln machen.“

Froh war auch Ligety über Rang drei: „Ich bin sehr glücklich, endlich mal wieder auf dem Podium zu stehen. Es war schwer, zwei gute Läufe zu fahren. Ich war über meinen guten ersten Lauf überrascht, aber trotzdem hatte ich keine Chance, die Lücke zu Hirscher zu schließen.“ Auch die Deutschen boten gute Leistungen. Fritz Dopfer erreichte mit exakt drei Sekunden Rückstand Platz 15 und freute sich nach seiner langen Verletzungspause während des Fahrens erstmals wieder „Automatismen gespürt“ zu haben. Linus Strasser (+3,31) und Alexander Schmid (+3,35) belegten die Plätze 20 und 22.

von Titus Fischer

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