Der SC Riessersee ist gerettet

Der SC Riessersee ist gerettet, buchstäblich in letzter Minute. Geschäftsführer Ralph Bader konnte die erlösende Entwarnung geben. „Es waren anstrengende und nervenaufreibende Tage“, blickt er zurück. Am Ende hat er es doch noch geschafft, das Finanzloch aus der vergangenen Saison zu schließen.

Ein bislang nicht namentlich genannter Investor aus München, mit dem der Geschäftsführer schon seit einiger Zeit in Verhandlungen stand, zahlt demnach eine Summe von 65.000 Euro. Hinzu kommen die von den Fans gespendeten rund 12.500 Euro, so dass die von Ralph Bader bezifferte Summe von 75.000 Euro sogar mehr als erreicht wird. Insgesamt hatte Geschäftsführer Bader das Minus auf 150.000 Euro beziffert. Die Hälfte davon war bereits aus Zusagen gesichert. Der SC Riessersee kann somit ohne Altlasten in die neue Saison der zweiten Eishockey Bundesliga gehen. „Ich bin unendlich froh, dass es noch geklappt hat“, sagt Geschäftsführer Ralph Bader, der sein „Baby“ beinahe zu Grabe tragen und Insolvenz hätte anmelden müssen. Vor genau fünf Jahren hatte er mit dem SCR, nach dem Ende der unrühmlichen Ära Nominikat/Kress, die mit Schulden über 2 Millionen Euro und der Insolvenz endete, einen Neuanfang gewagt. Dass der Gönner, der nicht in die Öffentlichkeit treten will, dem zehnfachen Deutschen Meister unter die Arme greift, war auch ein Zufall. In der Zeitung hatte er von den finanziellen Problemen erfahren. Dann schrieb er Bader eine Email, und so kam die Sache ins Rollen. „Er war der einzige, der in den vergangenen Tagen gesagt hat, dass er hilft“, stellt Bader klar. Damit ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Lizenzierung für die Saison gegeben. „Das allgemeine Interesse am Eishockey beim SCR, der Wille in der schwierigen Situation und die Transparenz, die er erhalten hat, waren das Entscheidende“, sagt Bader, der dem Retter das Zahlenwerk aus den vergangenen Jahren offen gelegt hat. „Vom ersten Treffen an waren wir uns sympathisch.“ Nicht zu vergessen aber auch die rund ein halbes Dutzend Leute, die schon vor einigen Wochen ihr Zusage gegeben haben, die Hälfte der 150.000 Euro aufzubringen, falls die anderen 50 Prozent zustande kommen. Neben Alleingesellschafter Günther Hertel, der 50.000 Euro zur Verfügung stellt, waren dies noch Sponsoren und Gönner des SCR, „die bei uns auch schon geholfen haben und etwas tun.“ Der Münchner Privatmann wird auch einen Großteil der geforderten Grundbürgschaft in Höhe von 150.000 Euro an die Eishockey Spielbetriebsgesellschaft übernehmen, die jeder Verein der 2. Bundesliga in den kommenden Wochen hinterlegen muss, um die Lizenz zu erhalten.

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