SC Riessersee wieder auf Erfolgsspur

Der SC Riessersee ist zurück in der Erfolgsspur. Nach sechs Niederlagen am Stück mit 33 Gegentreffern holten die Garmisch-Partenkirchner am vergangenen Wochenende vier Punkte und kletterten in der Tabelle auf Rang elf.

In Heilbronn kam wie schon in den vergangenen Jahren der Umschwung, der SCR siegte nach einer tadellosen Leistung 4:0. „Auswärts hat man nur eine Chance, wenn man hinten gut steht, das haben die Jungs gut umgesetzt“, so das Fazit von Neutrainer Gerhard Brunner. Neuzugang Chris Stanley hatte die Werdenfelser im ersten Drittel in Überzahl gegen seinen Ex-Club in Führung gebracht. TJ Guidarelli traf nach 34 Minuten zum 2:0. Ein Doppelpack der beiden eingebürgerten Schweden Mats Lindmark und Mattias Wikström innerhalb von 160 Sekunden im Schlussabschnitt sorgte für die Entscheidung. Am Ende durfte Torhüter Mark McArthur sogar seinen ersten Shut-out der Saison feiern. Zuletzt hatte er am 28. Dezember vergangenen Jahres ebenfalls in Heilbronn beim 1:0 die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung getrieben. Am Sonntag sahen die Fans im Heimspiel gegen Landshut eine ganz andere Mannschaft als in den vergangenen Begegnungen zu Hause. Sie kämpfte, gab keinen Puck verloren und hätte den Sieg verdient gehabt. Sie ließ sich auch vom 0:1-Rückstand durch Tom Kühnhackls Treffer nach fünf Minuten, der ersten Chance für die Cannibals, nicht schocken. Der 16-Jährige traf unter den Augen seines Vaters Erich, der genauso im Stadion war wie Alois Schloder und Marcus Bleicher. Exakt zwei Minuten später schlug der SCR zurück; Alan Reader traf in Überzahl. Schon beim nächsten fünf gegen vier musste Martin Cinibulk an seiner alten Wirkungsstätte den Puck erneut aus dem Tor holen, nach schöner Vorlage von Brad Self hatte TJ Guidarelli gegen seinen Ex-Club getroffen. 90 Sekunden vor der ersten Pause schoss Ben Cottreau den Ausgleich für die Niederbayern, doch im Gegenzug, nur neun Sekunden später stellte Tobias Biersack nach Vorlage von Bernhard Ebner die Führung für die Gastgeber mit seinem ersten Saisontreffer wieder her. Dieses Tor erfreute besonders Brunner: „Die Jungen haben gezeigt, dass sie es können!“ Drei Minuten vor Ende des Mittelabschnitts schaffte Cottreau in Überzahl den Ausgleich für die Niederbayern. Zu Beginn des Schlussdrittels hatten die Riesserseer eine knappe Minute zwei Mann mehr auf dem Eis, doch der Führungstreffer wollte nicht fallen. Pech hatten die Weiß-Blauen bei einem Pfostentreffer von Carsten Gosdeck zwei Minuten vor dem Ende. So blieb es beim 3:3. In der Verlängerung hatten die Gäste das glücklichere Ende für sich, als Ales Kratoska nach 123 Sekunden traf. Trotzdem war Brunner voll des Lobes: „Die Mannschaft hat mit Herz und Leidenschaft gespielt, das war sie den Anhängern auch schuldig.“ Auch Chris Stanley zeigte eine ansprechende Leistung: „Er hat gut gespielt. Natürlich fehlt ihm die Bindung zum Team noch, aber dies kommt mit jedem Training mehr. Er wird uns mit Sicherheit weiterhelfen“, so der Coach. Nach vier Punkten gegen zwei Top-6-Teams kann das Derby am Freitag gegen die Tölzer Löwen um 20 Uhr im Olympia-Eissportzentrum kommen: „Wir müssen schauen, dass jeder in jedem Training besser wird, so dass wir am Freitag noch viel besser sind“, blickt der gebürtige Tölzer Brunner voraus. Für ihn wird es ein besonderes Spiel, denn hinter der Bande der Buam steht mit Axel Kammerer auch noch ein alter Bekannter: Dieser war bei den Kölner Haien Co-Trainer von Hans Zach, als Brunner Manager in der Domstadt war. Auch wenn der SCR in der Tabelle derzeit hinter den Tölzern liegt, sieht Geschäftsführer Ralph Bader die Favoritenrolle nicht beim Überraschungsaufsteiger aus dem Isarwinkel: „Ich bleibe bei dem was ich vor dem Spiel in Bad Tölz gesagt habe. Wer im Derby Heimrecht hat, ist der Favorit.“ Nach dem Derby zu dem auch viele Fans aus Bad Tölz erwartet werden, wird wieder eine Mannschaft in der ewigen Derbystatistik die Nase vorne haben. Derzeit steht es nach 226 Spielen 100:100, die restlichen Partien endeten Remis, als es dies noch gab. Wegen des großen Andrangs am Freitag können Karten am Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr sowie am Freitag von 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr am Stadion erworben werden. Die Abendkasse hat ab 18 Uhr geöffnet. Die Weiß-Blauen werden hoch motiviert ins Spiel gehen, „denn damit können sie in einem Spiel sehr viel Negatives vergessen machen“, betont Bader. Außerdem könnte der Tölzer Höhenflug, in den vergangenen sieben Spielten punkteten die Löwen immer und holten 19 von 21 möglichen Zählern, gestoppt werden. Das wäre nicht nur für Brunner etwas ganz besonderes.

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