Der SC Riessersee steht im Finale – Heimsieg gegen EC Bad Nauheim nach großer kämpferischer Leistung

SCR-Goalie Harti Wild präsentierte sich auch gegen Bad Nauheim in Topform. Foto: Thomas Sehr

Nachdem der SC Riessersee nach drei Begegnungen in der best-of-five Serie gegen den EC Bad Nauheim in Führung lag, konnte die Mannschaft von Trainer Marcus Bleicher den zweiten Matchball zu Hause nutzen. Das 2:1 bedeutete den Einzug ins Finale. Das Spiel war eine ganz spannende Partie und begeisterte die Zuschauer im Olympia-Eissportzentrum.

„Beide Mannschaften waren taktisch top, keine wollte einen Schnitzer machen. Dann hat ein kleiner Fehler zum 1:0 für uns geführt. Dieser Treffer hat uns Sicherheit gegeben, die sich im Mittelabschnitt noch erhöht hat. Ich habe zu den Jungs gesagt, wenn sie jetzt von der Strafbank wegbleiben, dann brennt nichts mehr an. Doch leider haben wir uns unnötige Strafzeiten geleistet und den Anschlusstreffer kassiert“, sagte Bleicher und sein Kollege Fred Carroll betonte: „Wir wollten heute gewinnen und haben alles gegeben. Beide Mannschaften hätten den Finaleinzug verdient, doch es kann nur eine Mannschaft weiterkommen. Bis auf das 6:1 am Dienstag waren alle drei anderen Begegnungen hart umkämpft. Es war eine starke Serie mit hochklassigem Eishockeysport. Ich hoffe, dass wir gegen den späteren Meister ausgeschieden sind." Man merkte es beiden Mannschaften an, dass viel auf dem Spiel stand. Nach einer kurzen Abtastphase hatten die Gäste durch Jan Barta und Alexander Althenn die ersten guten Möglichkeiten, doch ihre Schüsse waren zu ungenau. Auf Seiten des SCR testeten Matthias Mayr und Christian Völk Torhüter Markus Keller. Es folgte der Führungstreffer für den SCR in Minute sieben: Patrick Zimmermann setzte energisch hinter dem Gästor nach und klaute Matthias Baldys die Scheibe und versenkte sie mit einem Bauerntrick zum 1:0. So stand wie so oft in den Play-offs ein Spieler im Mittelpunkt, der sonst nicht so im Rampenlicht steht. Für den 19Jährigen war es erst das zweite Tor überhaupt für den SCR. „Er hat seinen Job zu 100 Prozent ausgefüllt und seine Chance eiskalt zum Tor ausgenutzt“, freute sich Bleicher. „Ich verlange nicht viel von ihm, aber das, was ich verlange, hat er super gemacht.“ Baldys hatte nach einer Viertelstunde den Ausgleich auf dem Schläger, doch sein Rückhandschuss ging knapp am Pfosten vorbei. Kurz vor Drittelende klärte Matthias Mayr gerade noch vor Baldys. Auch der SCR hatte seine Chancen, doch George Kink und Tim Regan scheiterten. So ging es mit der knappen 1:0-Fürhung in die Kabine. Die Zuschauer, die nicht pünktlich nach dem Seitenwechsel wieder auf ihren Plätzen waren, verpassten das sehenswerte 2:0 für die Gast- geber. Eine Einzelaktion verwertete der Kanadier zum zweiten Treffer mit einem Schuss in den Winkel. Kurze Zeit später hätte Tobias Biersack sogar auf 3:0 erhöhen könne, doch das wäre zu diesem Zeitpunkt des Guten auch etwas zu viel gewesen, denn die Roten Teufel waren zu jedem Zeitpunkt gefährlich. Tobias Schab in Überzahl genauso an SCR-Goalie Harti Wild,der eine sehr starke Leistung bot, wie später Kyle Piwowarczyk, Althenn und Striepeke, der völlig frei vor dem Torhüter zum Schuss gekomen war. Die Gastgeber hatten in der offenen Partie ihre Chancen durch Christan Mayr, Kink und Zimmermann. Doch es blieb beim 2:0, doch dann lag die Scheibe in der 39. Minute im SCR-Tor. Lanny Gare zog nach einem Konter ab, Wild parierte mit dem Schoner und den in hohem Bogen fliegende Puck beförderte Jan Barta schließlich über die Linie. Der gute Schiedsrichter Sascha Westrich zeigte sofort an „Kein Tor“, da Jan Barta den Treffer aufgrund eines hohen Stocks erzielt hatte. „Der Schläger war klar über der Torlatte“, sagte auch Bleicher: Carroll war anderer Meinung. Mit dem 2:0-Vorsprung ging es in den Schlussabschnitt. Immer wieder kassierten die Garmisch-Partenkirchner Strafzeiten, so dass die Gäste in Überzahl agieren konnten. Zunächst saß Völk draußen, hier klärte Wild gegen Piwowarczyk und Alexander Baum. Josef Startmayr stand dabei die gesamten zwei Minuten auf dem Eis, zuerst mit Sepp Lehner, dann mit Andreas Raubal. In der Folgezeit marschierten mit Dolye und Kink zwei Riesserseer auf die Strafbank. Dieses 84 Sekunden dauernde fünf gegen drei nutzten die Hessen aus. Piwowarczyk traf auf zwei Metern, Wild war noch am Puck dran, doch er war machtlos. Noch sieben Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu absolvieren. Die Hessen drängten auf den Ausgleichstreffer. Als Kink von der Strafbank kam, schnappte er sich die Scheibe und passte auf Regan, der SCR jubelte über das vermeintliche 3:1, doch der Schiedsrichter gab den Treffer nicht. Torhüter Keller hatte die Scheibe in der Fanghand gefangen, die Frage war vor oder hinter der Torlinie. „Tim Regan hätte es nicht so spannend machen müssen“, meinte Bleicher zu der Szene. Eine gute Minute vor dem Ende nahmen die Roten Teufel ihren Torhüter vom Eis und versuchten mit sechs Feldspielern zum Ausgleich zu kommen. Der SCR hatte durch Bartlett doch Chance zum Emty-net-Tor, doch Baum klärte auf der Linie. Damit blieb es beim knappen, aber vierdienten 2:1. „Wir haben sicherlich in den letzten Minuten auch Glück gehabt, aber es war auch Können dabei und wir haben es uns auch hart erarbeitet“, betonte Bleicher. „Jeder hat alles gegeben.“

Auch interessant

Meistgelesen

Katzenkinder ausgesetzt
Katzenkinder ausgesetzt
39-Jährige von unbekanntem Mann zu Boden gezogen und in Schritt gegriffen
39-Jährige von unbekanntem Mann zu Boden gezogen und in Schritt gegriffen
Marihuana und weitere Rauschgiftutensilien gefunden
Marihuana und weitere Rauschgiftutensilien gefunden
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare