Saisonstart an der Glentleiten – ausgetüfteltes Hygienekonzept

Mit Abstand und Maske ins Museum

Glentleiten
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Direktorin Dr. Monika Kania-Schtz (links) und Bezirkstagspräsident Josef Mederer (rechts) begrüßen die ersten Gäste - Christine und Alfons Bauer.

Großweil/Glentleiten – Wir sind gut auf die Herausforderungen der zweiten Corona-Saison vorbereitet, sagt Dr. Monika Kania-Schütz, Direktorin des Freilichtmuseums Großweil-Glentleiten. Das Museumsteam kann auf, im vergangenen Jahr gemachte Erfahrungen aufbauen: „Unser Hygienekonzept ist sehr gut ausgearbeitet und kann flexibel an die jeweilige Situation angepasst werden.“ Am Josefitag öffnete der Präsident des Bezirkstages Oberbayern, Josef Mederer, die Pforten der Glentleiten: „Trotz Pandemie wollen wir unseren Auftrag zur Kulturvermittlung erfüllen.“

Die Vorgaben des Infektionsschutzes sind bereits beim Betreten des Eingangsgebäudes zu erkennen. Die Besucher werden mittels Einbahnreglung zur Kasse geleitet; Monika Kania-Schütz: „Jeder muss in den geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske tragen – das gilt für den Eingangsbereich ebenso, wie für die historischen Gebäude im Gelände.“ In die alten Bauernhöfe und Werkstätten dürfen immer nur die Angehörigen eines Hausstandes rein; es gilt auch hier eine Einbahnregelung. Kania-Schütz: „Die Besucher waren im vergangenen Jahr sehr verständnisvoll und diszipliniert. Das klappt auch heuer.“ Im Freien können die Masken abgenommen werden.

Grundsätzlich gilt: Liegt der Corona-Inzidenzwert unter 50, gibt es keine Zugangsbeschränkungen – es können täglich rund 1400 Menschen auf das Gelände; ohne zeitliche Beschränkung. Bei einer Inzidenz über 50 ist eine Anmeldung notwendig. Das geht Online oder per Telefon: www.glentleiten.de oder 08851-18595.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer: „Leider dürfen wir unsere Gastronomie noch nicht öffnen. Das ist schade, denn der Josefibock aus unserer Museumsbrauerei ist heuer ganz besonders gut gelungen.“ Im Ausschank gibt es das süffige Bier zwar noch nicht, im Museumsshop kann man es trotzdem kaufen. Die ersten Besucher der neuen Saison, Christine und Alfons Bauer aus Wielenbach, bekamen von Mederer eine der ersten Flaschen überreicht.

Neue Gebäude & Sonderausstellung

Im Laufe des Jahres werden im Museum zwei Gebäude eröffnet. Zum einen – voraussichtlich im April - das 400 Jahre alte Wohnhaus des Marosen-Lehen aus dem Landkreis Berchtesgadener Land. Im Herbst ist die Gasolin-Tankstelle aus dem Landkreis Traunstein dran. Sobald es die Witterung zulässt, werden dafür die Gebäudeteile verputzt, das Blechdach montiert, Werbeschilder und Zapfsäulen aufgestellt. Allerdings bedauert Josef Mederer: „Benzin zum Preis der 1960er-Jahre können wir nicht anbieten.“

Mit einer Sonderausstellung wartet die Glentleiten ab Ende Juli auf. Das Thema passt gut in die Zeit: ‚Sauberkeit zu jeder Zeit – Hygiene auf dem Land‘. Welche Rollen spielen Wäschewaschen, intakte Wasserleitungen, Sauberkeit im Stall, medizinische Versorgung und die Vorratshaltung?

Auf die beliebten Thementage wird erst einmal verzichtet. Sobald es möglich ist – sagt Monika Kania-Schütz – werden Aktionswochen angeboten, bei denen sich die Besucher über mehrere Tage hinweg verschiedenen Themen widmen können, ohne das sich bei den Objekten größere Gruppen bilden. Angebote, die sich bereits im vergangenen Jahr bewährten, werden wieder aufgegriffen. Zum Beispiel die Museumsgespräche ‚Mit Abstand bitte‘. Es wird Fotosafaries geben, Rätselrallyes und digitale Schnitzeljagden. Das Jahresmotto ‚Ab ins Grüne!‘ ist so angelegt, dass mit dem Blick über den Gartenzaun viele Angebote im Freien stattfinden. Ein Beispiel: Die ‚Freiwilligen im ökologischen Jahr‘ (FÖJ) beschäftigten sich mit historischen Gemüsesorten, die im August mittels Freiluft-Ausstellung gezeigt werden.

Ausblick: Heuer erweitert das Freilichtmuseum Glentleiten das Ausstellungs- und Forschungskonzept. Lag der Schwerpunkt bislang auf die Region des südlichen Oberbayerns, soll in den kommenden Jahren eine neue Baugruppe ‚Nördliches Oberbayern‘ dazu kommen, mit Gebäuden aus der Gegend zwischen Ingolstadt, Dachau und Freising. Begonnen wird mit einem Hof aus Oberzeitlbach (Landkreis Dachau) und einem Hopfenbauernhaus aus Enzelhausen (Landkreis Freising). Bezirkstagspräsident Josef Mederer: „Das Nördliche Oberbayern ist ein Projekt, an das wir bereits seit mehr als 20 Jahre arbeiten. Jetzt endlich liegen die Baugenehmigungen vor. So können wir das erste Gebäude wahrscheinlich zu unserem 50-jährigen Gründungsfest, 2023, für unsere Besucher öffnen.“ gb

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