Besuch des Heimat- und Finanzministers Albert Füracker

Schachenhaus: Fassade erstrahlt in neuem Glanz

Königshaus am Schachen, auch Schachenhaus genannt
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Die Zeiten ohne Besucherinnen und Besucher wurden am Schachenhaus für notwendige Arbeiten zu Restaurierung und Erhalt des Gebäudes genutzt.

Region  – Das Schachenhaus, einst Zufluchtsort von König Ludwig II., kann in diesem Corona-Jahr leider nicht besichtigt werden. Doch die besucherfreie Zeit wurde fleißig genutzt - für aufwendige Restaurierungsarbeiten.

 „Jedes Jahr zu seinem Geburtstag hat König Ludwig II. das Königshaus am Schachen besucht, um das Hochgebirge genießen zu können. Pünktlich zu seinem 175. Geburtstag strahlen die Fassade und die Textilien im Türkischen Saal wieder in neuem Glanz“, teilte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker mit.

Heimat- und Finanzminister Albert Füracker besuchte anlässlich des 175. Geburtstags König Ludwigs II. das Schachenhaus

Die Zeiten ohne Besucher aufgrund der Corona-Pandemie wurden für notwendige Arbeiten zu Restaurierung und Erhalt des Gebäudes genutzt. Durch die äußerst exponierte, alpine Lage des Königshauses sind die Gebäudefassaden stärker der Witterung ausgesetzt, als dies bei Bauwerken in Tallagen der Fall ist. Sie müssen regelmäßig überarbeitet werden. Restauratoren haben in diesem Sommer die Außenwände gereinigt, aufgearbeitet und anschließend frisch angestrichen. Es wurden verschiedene Holzoberflächen wie beispielsweise die verschindelten Fassadenverkleidungen, die Balkonbrüstungen, die Zierelemente, die Fensterläden und die Außenflächen der Holzfenster aufwendig bearbeitet.

Textilien im Türkischen Saal erstmals restauriert

Auch die kostbaren, fast 150 Jahre alten Textilien des Türkischen Saals wurden erstmals komplett restauriert. „Nach über drei Jahren ist die prunkvolle Ausstattung aus dem Türkischen Saal jetzt wieder frisch restauriert an ihrem angestammten Ort im Königshaus“, freut sich Füracker. Die Diwane wurden in maßgeschneiderten Holztransportkisten der Schloss- und Gartenverwaltung Linderhof über den Balkon mit einem Spezialaufzug abgelassen und in die Restaurierungswerkstätten gebracht. An zwei Eckdiwanen, die nicht transportiert werden konnten, arbeiteten die Restauratoren vor Ort. Allein die Kosten für die umfangreiche Restaurierung der Textilien betrugen rund 150.000 Euro.

Historisches Königshaus am Schachen

Das Königshaus wurde ab 1869 geplant und bis 1872 nach Plänen von Georg Dollmann auf der Schachenalpe südlich von Garmisch-Partenkirchen erbaut. Es diente König Ludwig II. als Refugium bei seinen Aufenthalten im Gebirge. Das Holzhaus, das im Schweizer Chaletstil errichtet wurde, verfügt im Obergeschoss über einen orientalischen Prunkraum – den sogenannten Türkischen Saal. Damals war das groß in Mode. Der auf 1.866 Metern im Wettersteingebirge gelegene Zufluchtsort König Ludwigs II. ist aufgrund der coronabedingten Hygiene- und Schutzmaßnahmen für Besucher aktuell weiterhin geschlossen. (kb)

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