Partenkirchner Schäffler lassen sich nicht von Schnee und Regen beeindrucken

Der Witterung zum Trotz

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Die bunt gekleideten Hanswurstel treiben ihre Scherze mit Tänzern und Publikum.

Bereits zum Auftakt der diesjährigen Schäffler-Saison hatten die Trommler, Musikanten und die 36 Tänzer samt Kasperl und Komitee mit den Unbilden des Winters zu kämpfen. Waren es zur Premiere am Dreikönigstag dichte Schneeflocken, so hatte Petrus auch am vergangenen Sonntag kein Einsehen.

Regen begleitete den zweiten Tanzsonntag, was sich natürlich auf die Zahl der Zuschauer am Kirchplatz niederschlug. Aber mit bewundernswertem Durchhaltevermögen absolvierten die Partenkirchner ihren Auftritt ab 13 Uhr im Herzen der Ludwig­straße. Keiner der gut 130 Aktiven ließ sich etwas anmerken, der alte Brauch wurde nach Väter Sitte auch bei diesem „Sauwetter” bravourös durchgezogen.Die mit fast 50 Aktiven besetzte Musikkapelle Partenkirchen stimmte dazu der Tradition entsprechend das Stück „Aber heit is koid” an. Insgesamt sieben Tanzfiguren beinhaltet der Schäfflertanz, der seit dem Jahre 1834 getanzt wird und vom gebürtigen Partenkirchner Andreas Lidl, der in München das Schäfflerhandwerk erlernte, in seinem Heimatort eingeführt wurde. Und so warfen die Tänzer, bekleidet mit Knielederhose, den weißen Strümpfen, roten Hosenträgern, Schärpe und den grünen Kappen im Rheinländer-Rhythmus die Beine in die Höhe, bildeten die überlieferten Formationen wie die Schlange, Schnecke, den Kreisel, das „Summaheisla” oder die Krone. Danach waren die „Triebler” an der Reihe, die das Bereifen der Holzfässer nachahmten. Die fünf farbenfrohen Hanswurstel mischten sich zudem immer wieder zwischen die Tänzer, schlugen ein “Rad”, trieben ihre Scherze und animierten von den Zuschauern jemanden, der freiwillig oder eher nicht die Tanzschritte auf die lustige Art nachahmen sollte. Und was zum Schluss natürlich nicht fehlen durfte: Das gemeinsame Lied von den „Lustigen Schäfflergesellen”, das gerade die nur mit der weißen Pfoad bekleideten Tänzer dann völlig durchnässt absolvierten, ehe schon die nächsten Einsätze am Klinikum und bei der Eishütte auf sie warteten. Bereits an diesem Sonntag, 20. Januar, sind die Partenkirchner dann um 11.30 Uhr im Ortsteil Burgrain zu Gast, ehe dann die Isartalgemeinden Wallgau (13.30 Uhr) und Krün (14.30 Uhr) auf dem Programm stehen. Klaus Munz

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