Bayerische Schafschurmeisterschaft und große Schafprämierung an diesem Sonntag im Garmischer Zentrum

Die Schafschur als wolliges Spektakel

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Nachwuchssorgen sollten kein Thema sein . . . Auch dieser Bua gehört natürlich zu einer „Schoferer“-Familie – auch sein Vater, der Opa und Urgroßvater sind alles leidenschaftliche Züchter aus Farchant.

GAP – An diesem Sonntag gehört die Garmischer Fußgängerzone rund ums „Bischoffs- eck” für einen Tag den Schafen und ihren Züchtern. Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums wird es neben der großen Schafprämierung in den verschiedensten Klassen heuer einen weiteren Höhepunkt geben: Der Landesverband bayerischer Schafhalter e.V. lädt zur „Bayerischen Schafschur-Meisterschaft” ein.

Niemand konnte bei der Gründung des damaligen Bezirksschafzuchtvereins Werdenfels im Jahre 1923 erahnen, welche positive Entwicklung dieser Zusammenschluss einmal nehmen würde. Heute wie damals leisten die Schafhalter und –züchter einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft. Bei einer Züchtertagung im Jahre 1939 schlug bei der Ausarbeitung des neuen Zuchtzieles auch die Geburtsstunde des weißen Bergschafes, das aus einer Kreuzung der Rassen Berg-amasker und Steinschaf entstand. Nach der kriegsbedingten Pause erhielt der Verein im Jahre 1953 den bis heute gültigen Namen. Prämierungen organisierte man zunächst in Mittenwald, dann im Wechsel in Garmisch, Partenkirchen und Mittenwald. Sieben Vorstände führten den Verein in den neun Jahrzehnten, gerade unter der Amtszeit von Hermann Ostler (Cölle) von 1973-1989 lebte der Zuchtverein auf. Der gut 600 Mitglieder starke Schoferer-Verein ist damit auch der älteste, bekannte Züchter-Zu- sammenschluss. Mit Prämierung, Schafschur-Meisterschaft, Festzelt und einem Rahmenprogramm wird das Jubiläum nunmehr gebührend gefeiert. Gerade auf die Meisterschaft im Schafscheren freut sich 1. Vorstand Joseph Grasegger ganz besonders. „16 bayerische Schafscherer nehmen an diesem Berufswettkampf teil, die Besten werden sich ein spannendes Finale liefern”. Der Tierschutz genießt dabei hohen Stellenwert, die Vorgaben und das Regelwerk sind entsprechend streng. Neben Prämierung und Schur ist noch viel geboten: Eine Handspinngilde wird ihr Handwerk vorführen, ein Schellenmacher aus Südtirol ist ebenso dabei wie Wollstände mit Kinderfilzen sowie ein Naturkräuterstand. Im Festzelt gibt’s beste Verpflegung und die „Schoferer-Musi” spielt zur Unterhaltung auf.

Von Klaus Munz

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