Schleierfahnder stellen Drogen und Waffen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sicher

Der richtige Riecher: Ecstasy im Kulturbeutel und Waffen auf der Rückbank

Sicherstellung
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Das Bild stellt die sichergestellten Drogen und Waffen dar.

GAP - Am Montag, 11. Oktober, gegen 10:40 Uhr, erregten zwei junge Männer auf der B 2 das Interesse von Schleierfahndern der Grenzpolizeiinspektion Murnau. Die beiden Belgier waren in einem deutschen Kleinwagen mit belgischem Kennzeichen unterwegs und wurden in einer ruhigen Seitenstraße einer Kontrolle unterzogen. Die Fahnder hatten mal wieder das richtige Näschen, wie sich später herausstellen sollte.

Zwar waren die Personen- und die Fahrzeugdokumente der beiden vollständig und in Ordnung, aber die Durchsuchung des Fahrzeugs brachte dann doch so einiges zu Tage. So wurde in der Ablage der Fahrertür ein Schlagring gefunden. Schlagringe gelten in Deutschland als verbotene Gegenstände und fallen unter das Waffengesetz. Schon der Besitz stellt eine Straftat dar.

Weitere Waffen wurden auf der Rücksitzbank gefunden. Zwei Softairgewehre und eine Softairpistole wurden von den Polizeibeamten näher begutachtet und es stellte sich heraus, dass keine dieser Waffen das in Deutschland vorgeschriebene Prüfzeichen der Physikalisch Technischen Bundesanstalt aufweisen konnte. Bei den beiden Gewehren ist die Mündungsenergie der Geschosse so hoch, dass das Führen jedes dieser Gewehre ebenfalls ein Vergehen nach dem Waffengesetz darstellt. Die Beschuldigten hätten einen Waffenschein vorweisen müssen. Mittels einer technischen Untersuchung muss festgestellt werden, ob dies bei der Pistole ebenfalls der Fall ist, oder ob nur eine Ordnungswidrigkeit vorliegt.

In dem Kulturbeutel des 20-jährigen Fahrers wurde sowohl Ecstasy als auch Amphetamin gefunden und seitlich neben dem Beifahrersitz, in der Fahrzeuginnenverkleidung, steckte ein Tütchen mit weißem Pulver, vermutlich Kokain.

Weil keiner der beiden Beschuldigten in Deutschland einen festen Wohnsitz hat, ordnete die Staatsanwaltschaft München zur Sicherung des Strafverfahrens und der zu erwartenden Strafe eine Sicherheitsleistung an. Und da sich die Kombination von Waffen und Betäubungsmitteln strafverschärfend auswirkt, wurde ein Betrag von 2700 € je Beschuldigter angesetzt. Nach der Beschlagnahme aller Drogen und Waffen, sowie erfolgter Sachbearbeitung und natürlich der Zahlung der 5400 €, konnten die beiden jungen Belgier ihre Fahrt fortsetzen. kb

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