Die Grenzpolizei Murnau landete wieder einige Treffer

Schleierfahndungskontrollen bei Eschenlohe

Polizeikontrolle
+
Die Grenzpolizei Murnau landete Treffer bei Schleierfahndungskontrollen nahe Eschenlohe (A95).

Landkreis - Am Mittwochnachmittag, den 28. Januar, kontrollierten Schleierfahnder der Grenzpolizei Murnau zusammen mit der Bereitschaftspolizei aus Dachau auf der A 95 bei Eschenlohe.

Gegen 16:00 Uhr kam ein Kleinbus mit sechs Gebäudereinigern in die Kontrolle. Wie sich bei der Überprüfung des 34-jährigen Fahrers herausstellte, bestand gegen ihn ein Haftbefehl. Er hatte offensichtlich eine Geldstrafe von 380 € nicht beglichen. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Grenzpolizeiinspektion Murnau verbracht, da er das geforderte Bargeld nicht aufbringen konnte. Ein Anruf bei der Ehefrau ersparte dem 34-Jährigen die Haft. Sie zahlte bei der Polizei in Olching den Betrag ein. Begeistert war sie allerdings nicht. Ein 26-jähriger Mitfahrer des Kleinbusses arbeitete offensichtlich ebenfalls im südlichen Landkreis als Gebäudereiniger. Für diese Beschäftigung hätte er eine gültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis benötigt. Durch die Grenzpolizisten wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Weitere Ermittlungen werden, auch gegen den Arbeitgeber, durch die Grenzpolizei Murnau geführt.

Gegen 16:30 Uhr kam ein Pkw mit vier Insassen aus Fürstenfeldbruck in die Kontrollstelle. Der 31-jährige Kellner war bereits im Jahr 2020 und zuletzt am 21. Januar .2021 von der Grenzpolizei Murnau wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt worden. Auch bei der gestrigen Kontrolle konnte er keinen gültigen Führerschein vorweisen. Ein erneutes Strafverfahren wurde eingeleitet und die Weiterfahrt unterbunden. Das Fahrzeug wurde verkehrssicher abgestellt. Der Fahrzeugschlüssel wurde auf der GPI Murnau hinterlegt. Den Schlüssel kann sich nur ein Berechtigter mit Fahrerlaubnis abholen.

Gegen 17: 00 Uhr kam ein Pkw mit Münchner Kennzeichen in die Kontrolle. Der Beifahrer, ein 28-jähriger albanischer Kfz-Mechaniker, konnte keine Aufenthaltserlaubnis vorweisen. Die beiden Insassen gaben an, in Garmisch-Partenkirchen spazieren gewesen zu sein. Wie erste Ermittlungen der Grenzpolizisten aus Murnau ergaben, hielt sich der Kfz-Mechaniker seit Ende September 2020 im Bundesgebiet auf. Als Tourist hätte er allerdings spätestens nach 90 Tagen ausreisen müssen. Deshalb wurde er nach der Anzeigenaufnahme und einer Vernehmung zur Ausreise aus dem Bundesgebiet aufgefordert und ein Strafverfahren eingeleitet. Ob er auch ohne die erforderliche Arbeitserlaubnis einer Beschäftigung nachging und sich nicht nur als Tourist im Bundesgebiet aufhielt, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen der Grenzpolizei Murnau. Der Verdacht der Arbeitsaufnahme im Isartal erhärtete sich aufgrund der Kleidung und den Farbspritzern an Kleidung und Körper. Gegen den Fahrer, einem 24-jährigen Bauhelfer, wird ebenfalls wegen Beihilfe zum Aufenthalt ohne Arbeitserlaubnis ermittelt.

Um 17:30 Uhr wurde ein Augsburger Pkw mit zwei Personen kontrolliert. Die Schleierfahnder fanden griffbereit hinter dem Fahrersitz einen „Tonfa“ (Schlagstock). Diesen Schlagstock hätte der 37-jährige Sicherheitsdienstmitarbeiter nach dem Waffengesetz nicht zugriffsbereit im Fahrzeug mitführen dürfen. Der Schlagstock wurde von der Grenzpolizei eingezogen und eine Anzeige an das zuständige Landratsamt in Augsburg vorgelegt. kb

Auch interessant

Kommentare