"So schmeckt die Region" – Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner wirbt für Projekt "Alpenkulinarik"

Regional schmeckt’s ihnen am besten: (v.li.) Simon Illmer (Präsident Salzburger Landtag), Bürgermeister Thomas Schmid, Regierungspräsident Christoph Hillenbrand (Vorsitz. Tourismusverband), Landrat Harald Kühn, Ministerin Ilse Aigner, Martin Bachhuber (MdL), Burgi Lipf (Ferienregion Zugspitzland) und Christine Lichtentauer (Geschäftsführerin). Foto: Goebel

Von

ELISABETH GOEBEL, GAP – „Es gibt bei uns in Bayern no a bissl mehr als Schweinsbraten und Weißwürscht“, sagte Christine Lichtenauer vom Tourismusverband München-Oberbayern, als sie am Montag zur Jahrestagung des europäischen Projektes „Alpenkulinarik“ begrüßte. Bundesverbraucher- schutzministerin Ilse Aigner (CSU) als Schirmherrin sah das genauso und meinte, dass es „gerade im Urlaub regionale Spezialitäten ausmachen“. Bei der Alpenkulinarik handelt es sich um ein grenzübergreifendes Projekt der Universität Salzburg, des Tourismusverbandes München-Oberbayern und der Fachhochschule Salzburg. Es wird von der EU bis zum Juni 2013 mit insgesamt 513000 Euro gefördert. Ziel ist es, die regionale Gastronomie und die heimischen Lebensmittelerzeuger zu stärken und Impulse zu geben, wie man zeitgemäß die Heimat kulinarisch auf den Teller der Urlauber bringen kann. Dazu gelte es, die Vermarktung regionaler Produkte voranzutreiben sowie Lebensmittelerzeuger und Gastronomen aufeinander zuzuführen für eine engere Zusammenarbeit. Hotels und Gaststätten könnten sich z.B. auf die Produkte heimischer Landwirte konzentrieren und für eine typische regionale Zubereitung sorgen. So entstünde eine Wertschöpfungskette, von der alle profitierten. Für immer mehr Urlauber sei nach Angaben des Tourismusverbandes der kulinarische Faktor ein entscheidendes Kriterium für den Urlaubsort. „Und wenn die Qualität stimmt, dann sind die Urlauber gerne bereit, a bissl mehr Geld auszugeben“, meint die Ministerin. Um die Region also auch kulinarisch zum Erlebnis zu machen, braucht es ein solides Netz unter Anbietern und Gastronomie. Die Alpenkulinarik will hier ansetzen und in Workshops und Vorträgen beide Seiten über Möglichkeiten aufklären. Durch die regionale Begrenzung sei auch gewährleistet, dass beste Qualität ohne weite Transportwege auf dem Teller landet. Was als regional zählt, soll mit einem Label gekennzeichnet und geschützt werden. Dafür werden im Moment Kriterien erarbeitet, und das sei gar nicht so einfach. Ist ein Joghurt mit der Milch von Kühen der Region auch dann noch regional, wenn die Früchte wo anders herkommen? Und wieviel Region muss im Futter für die Kuh stecken? In Oberbayern nehmen rund 100 Betriebe teil. Für das erste Jahr „super Zahlen“, findet Lichtenauer. Doch erfordere es auch die Wertschätzung in der Bevölkerung. Da müsse man auch mal in den heimischen Bäckereien und Metzgereien einkaufen, um regionale Qualität zu fördern, sagt Aigner.

Meistgelesen

Übergriff auf 24-Jährige
Übergriff auf 24-Jährige
Ausbildungskompass für die Region
Ausbildungskompass für die Region
25-jähriger Slowene stirbt
25-jähriger Slowene stirbt
Anstieg der Straftaten
Anstieg der Straftaten

Kommentare