Schnuppertag an diesem Samstag

Vorbereitungen zum großen Jugendtheaterprojekt 2017

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Stehen den vielen neuen Talenten mit Rat und Tat zur Seite (v.l.): Ozzy Thompson, Sabine Schmeidl, Heidi Fleckenstein, Harry Helfrich, Wolfgang Sailer, Nicola von Thurn.

GAP – Zwei Jahre nach dem großen Publikumserfolg von „Die drei Musketiere“ laufen im Jugendzentrum Garmisch-Partenkirchen die Vorbereitungen für ein neues Jugendtheaterprojekt. Theaterbegeisterte Jugendliche ab 13 Jahren können sich beim Schnuppertag an diesem Samstag, 15. Juli, von 12 bis 17.30 Uhr ein Bild vom diesjährigen Workshopangebot machen.

Zum ersten Mal wird Harald Helfrich die Leitung übernehmen. Der in Burg­rain lebende Regisseur, Autor und Schauspieler hat sich durch seine Auftritte in Fernsehserien wie „Dahoam is Dahoam“ und dem „Komödienstadl“ einen Namen gemacht. Dem Garmischer Publikum ist er durch Inszenierungen von Stücken wie „Krach im Hause Gott“, „Das verkaufte Dorf“ oder die „Kindertragödie“ im Rahmen des Kultursommers bestens bekannt. Nachdem er bei den ersten Jugendkulturtagen 1993 noch als Teilnehmer mitwirkte, feilt er nun gemeinsam mit anderen Künstlern, wie der in Garmisch lebenden Sängerin Ozzy Thompson, der bildenden Künstlerin Nicola von Thurn oder dem Musiker und Komponisten Thomas Unruh an einem eigenen Stück. In diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen für Victor Hugos weltberühmten Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ entschieden. Unter Anleitung professioneller Workshopleiter aus dem Theaterbetrieb können Jugendliche vom 1. bis 17. September das Theaterstück entwickeln. Die jungen Talente haben dabei die Möglichkeit, aus einem der beiden Schwerpunkte „Auf der Bühne“ und „Hinter der Bühne“ bis zu zwei Workshops zu belegen.

Die Geschichte um den buckligen Glöckner Quasimodo bietet dafür die ideale Vorlage. Vor den Toren Notre-Dames, auf den Straßen des spätmittelalterlichen Paris, lebt und tanzt die geheimnisvolle Zigeunerin Esmeralda. Neben dem einsamen Glöckner wird auch der finstere Erzdiakon der Kathedrale Claude Frollo auf sie aufmerksam. Mit Themen wie Asyl, Armut, Religion und Fanatismus hat Victor Hugos Gesellschaftsstudie auch in der heutigen Zeit nichts an Aktualität verloren. Bei der Umsetzung will man vor allem auf Mittel der Jugendkultur wie Tanz, Rap- und Rockmusik zurückgreifen. Das fertige Produkt wird am 14., 16. und 17. September in der Aula des Werdenfels-Gymnasiums der Öffentlichkeit präsentiert.

Von Ilka Trautmann

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