Schon aus, bevor’s anfängt – Schwere Knieverletzung verhindert Saison für Susanne Riesch

Bevor die Saison überhaupt anfing, ist sie für Susanne Riesch (Mitte) schon zu Ende. Foto: Thomas Sehr

Nach vielen sportlichen Rückschlägen kommt es für Skirennfahrerin Susanne Riesch vor der neuen Saison knüppeldick. Nach ihrem Sturz beim Abfahrtstraining in Chile muss die 23-Jährige den kompletten Weltcup-Winter abhaken.

In Murnau musste sie letzten Samstag zwei Stunden am schwer verletzten linken Knie operiert werden. „Die erste OP wäre geschafft. Jetzt erhole ich mich, und dann kommt das Kreuzband dran. Danach konzentriere ich mich auf die Reha, um im WM-Winter wieder voll angreifen zu können“, sagte die zweimalige Weltcup-Podestfahrerin. Beim Abfahrtstraining in Chile hatte Riesch, die sich in dieser Saison erstmals in den Speeddisziplinen im Weltcup stellen wollte, eine Welle übersehen und war gestürzt. „Mir war sofort klar, dass ich mich schwerer verletzt habe“, schilderte die Partenkirchnerin. Sie muss in einigen Wochen noch einmal operiert werden. Beim ersten Eingriff wurden Schienbeinkopf und Meniskus mittels Schrauben, Platte und Naht befestigt. Das Kreuzband ist dann bei der nächsten OP an der Reihe. „Einen günstigen Heilungsverlauf vorausgesetzt, ist ein Training auf Schnee in etwa sechs Monaten wieder möglich“, sagte Mannschaftsarzt Ernst-Otto Münch. Anders als ihre dauerhaft erfolgreiche ältere Schwester Maria Höfl-Riesch wartet Susanne Riesch noch auf ihren ersten Sieg im Weltcup oder auf eine Medaille bei einem Großereignis. Allerdings stand sie schon mehrfach kurz davor. Während die Schwester in Vancouver Olympiasiegerin wurde, schied Susanne Riesch eine Medaille vor Augen aus. Auch bei der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen endete das Rennen im zweiten Durchgang. Bei den WM-Teilnahmen zuvor war sie 2007 und 2009 jeweils im ersten Lauf ausgeschieden. Bitter auch der Weltcup in Flachau in Österreich im Januar 2010. Als Führende des ersten Durchgangs kam Susanne Riesch, die im Training zum Teil Bestzeiten fährt, auch dort nicht ins Ziel. „Ich hoffe, dass Susanne sich schnell erholt und nach einer erfolgreichen Rehabilitation noch stärker zurückkommt“, sagte Trainer Thomas Stauffer. „Es ist bitter, eine Athletin, die neben ihren Qualitäten im Slalom auch eine Verstärkung für unsere Speedmannschaft gewesen wäre, aufgrund dieses Sturzes für die Saison zu verlieren.“

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