Ziel: So viel Normalität wie möglich

Schulanfang im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Schülerin sitzt im Klassenraum
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Die insgesamt 27 Grund- und Mittelschulen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen starten am Dienstag in ein in mehrfacher Hinsicht besonderes Schuljahr.

Landkreis – Neue Regeln bestimmen den Schulstart auch in unserer Region. „Dennoch wird so viel Normalität wie möglich angestrebt“, sagt Schulamtsdirektorin Gisela Ehrl. Keine ganz einfache Aufgabe in diesem besonderen Jahr, aber die Schulen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind gut vorbereitet.

Die Staatsregierung hat einen Rahmenplan für alle Schulen erlassen, der zugleich die Basis für die jeweiligen schuleigenen Hygienepläne bildet. Darin ist festgehalten, dass neben der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände und im Schulgebäude diese ab Jahrgangsstufe 5 auch in den ersten beiden Schulwochen im Unterricht zu tragen ist. Damit will man sich gegen steigende Coronazahlen durch Reiserückkehrer wappnen.

Sollten die Infektionszahlen örtlich oder auch landkreisweit nach oben schnellen, kann das Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Schulamt verschiedene Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten anordnen. Diese reichen vom Mindestabstand, einer generellen Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht, bis hin zu einer zeitlich befristeten Schließung einzelner Klassen oder Schulen. Ein detailliert ausgearbeiteter Stufenplan, in dem alle Szenarien berücksichtigt sind, liegt vor. Natürlich werden auch die Gegebenheiten in den jeweiligen Schulen (Klassenraumgröße) berücksichtigt.

Amtsärztin Dr. Martina Spiegl verweist auf die stufenweisen Vorgaben zur Eindämmung des Infektionsgeschehens, die sich hinsichtlich Kindergarten, Grundschule und weiterführenden Schulen unterscheiden. Legt man noch die Zuordnung nach milden bzw. starken Symptomen zugrunde, müssen die Fachleute der Behörden nach neun Kategorien unterscheiden. Auch die niedergelassenen Ärzte suchen angesichts dieser Fülle an Vorgaben immer wieder Rücksprache mit dem Gesundheitsamt.

Da sich alle Normalität für das Schuljahr erhoffen, ist auch der Appell an die Eltern klar: Zeigen die Kinder Erkältungssymp­tome, bitte einen Tag abwarten, ob diese sich verschlechtern oder Fieber hinzukommt. Bleibt es bei einem leichten Schnupfen ohne Fieber, ist der Besuch der Einrichtung möglich. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt entscheiden – das bringt Sicherheit für die gesamte Schulfamilie.

Die Lehrkräfte sind flächendeckend durchgetestet. Sieben sind aktuell im Homeoffice und unterstützen von dort aus bei der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts; Hauptgrund ist hier das Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft. tra

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