Ein großer Tag für Schüler, Lehrkräfte und Eltern

An vielen Schulen in Bayern wird wieder unterrichtet

Klassenzimmer
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In Burgrain freuen sich die Schüler der 2. Klasse, ebenso wie Klassenleiterin und Rektorin Verena Romund.

GAP - Auf diesen Moment haben sie sich gefreut: Nach vielen Wochen Homeschooling und Lernen zu Hause hat für etliche Schülerinnen und Schüler wieder der Präsenzunterricht begonnen. Wie zum Beispiel in der Grundschule Burgrain.

Wann die Schulen wieder geöffnet werden können, ist Ländersache. Ein langsamer Start, der sich an den Inzidenzzahlen der Region ausrichtet, wird in Bayern seit diesem Montag praktiziert. Für Grundschüler sowie die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen wird mit Beginn dieser Woche wieder Präsenzunterricht angeboten; das gilt auch für Kinder und Jugendliche, die entsprechende Stufen an Förderschulen besuchen. Wichtigstes Kriterium bleiben die 7-Tage-Inzidenz-Werte, die unter 100 liegen müssen. Voraussetzung ist ferner, dass die Kinder mindestens 1,5 Meter voneinander entfernt sitzen. Wo das nicht möglich ist, werden die Klassen aufgeteilt. Die Gruppen kommen dann abwechselnd zum Unterricht - je nach Schule wechseln sich die Kinder tage- oder wochenweise ab. Die einen lernen in der Schule, die anderen zu Hause. Und natürlich gelten die AHA-L-Regeln: Abstand halten, Hände waschen und desinfizieren, Lüften und Maske tragen. Bei den Lehrern müssen es sogenannte OP-Masken sein. Bei den Kindern reichen wie bisher Alltagsmasken aus Stoff. 

Der Freistaat Bayern will Schülern, Lehrkräften und dem Schulpersonal darüber hinaus kostenlose Reihentests anbieten. Geplant ist auch, dass sich an den Schulen Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren selbst testen können, regelmäßig und freiwillig. Sobald die Tests zugelassen und verfügbar seien, wolle man eine Strategie dafür entwickeln. Im Rahmen von Pilotprojekten sollen zudem ausgewählte Schulen und Kitas innovative Testmethoden ausprobieren, etwa Gurgel- oder Speichelprobentests.

Die bayerische Bildungsgewerkschaft hat zu den schrittweisen Schulöffnungen Stellung bezogen. An erster Stelle halten die Lehrerinnen und Lehrer fest, dass Schulöffnungen grundsätzlich begrüßenswert sind. Neben einem Testkonzept, das seinen Namen auch verdient, stehen Kontaktreduzierungen, Hygienekonzepte und ein wirksames Lüftungskonzept im Mittelpunkt des gewerkschaftlichen Positionspapiers. Hinzu kommen Masken, die Priorisierung von Lehrkräften beim Impfen und auf Wunsch die Freistellung von der Präsenzpflicht für Lehrkräfte einer Risikogruppe. Dazu der stellvertretende GEW-Vorsitzende Florian Kohl: „Ein bundesweit einheitlicher und verbindlicher Stufenplan zur Organisation des Schulbetriebes ist notwendig. Ausschlaggebendes Kriterium, um die Verbreitung des Virus in den Griff zu bekommen ist, ob Gesundheitsämter vor Ort in der Lage sind, Infektionsketten nachzuverfolgen und Ausbrüche durch präventive Maßnahmen einzudämmen. Dazu braucht es entsprechende Testkonzepte. Wir fordern wöchentlich zwei Testungen für alle am Schulbetrieb Beteiligten.“   tra

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