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Personelle Ausstattung ermöglicht „bedarfsgerechte Unterrichtsversorgung“

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Von: Ilka Trautmann

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Schulkind am Tisch
Jedes Schuljahr bringt besondere Herausforderungen. Während beim Schulstart 2021 noch Maskenpflicht herrschte, stellt in diesem Schuljahr die Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten eine große Aufgabe dar. © Wavebreakmedia ltd

Das neue Schuljahr kann beginnen - und zwar vollständig in Präsenz. Die insgesamt 27 Grund- und Mittelschulen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind gut gerüstet, das teilt das Staatliche Schulamt Garmisch-Partenkirchen mit. 

Auch wenn das Schlagwort „Lehrermangel“ bayernweit die Runde macht: Die Schulen im Landkreis sind passend mit Lehrerstunden versorgt, stellt Schulamtsdirektorin Gisela Ehrl als Fachliche Leiterin des Staatlichen Schulamts Garmisch-Partenkirchen fest. Neben dem Pflicht- und Wahlpflichtunterricht sowie Förderstunden für Deutsch als Zweitsprache stehen noch 180 Stunden zur Verfügung, die für Fördermaßnahmen, für musische und sportliche Arbeitsgemeinschaften sowie Angebote des Sozialen Lernens verwendet werden. Die personelle Ausstattung mit Lehrkräften ermöglicht „eine bedarfsgerechte Unterrichtsversorgung“. 24 neue Lehrerinnen und Lehrer treten ihren Dienst im Schulamtsbezirk Garmisch-Partenkirchen an. Darunter 11 Lehrkräfte, die nach ihrer Staatsprüfung 2022 neu eingestellt wurden; 7 Lehrkräfte wurden aus anderen Schulamtsbezirken in den Landkreis versetzt. Eine wertvolle Verstärkung bilden zum Teil pensionierte Gymnasial- und Realschullehrkräfte, die über die Zweitqualifizierung übergangsweise in Grund- und Mittelschulen eingesetzt werden.

Die Schüler- und Klassenzahlen sind stabil geblieben, die Zahl der Schulanfänger dagegen gestiegen: 772 ABC-Schützen wurden in 34 erste Klassen (darunter drei jahrgangskombinierte 1/2) eingeschult. Im vergangenen Jahr 2021 waren es 702 Kinder in 37 Klassen (davon 6 jahrgangskombiniert).

Eine besondere Herausforderung ist der Zustrom ukrainischer Geflüchteter. Schon in den letzten Monaten des vergangenen Schuljahres wurde ukrainischen Kindern in Willkommensgruppen ein schulisches Angebot gemacht. Im aktuellen Schuljahr werden die etwa 100 Geflüchteten im Grundschulalter in die bestehenden Regelklassen der Grundschulen aufgenommen. „Durch das tägliche Sprachbad im Unterricht, das gemeinsame Lernen und Spielen und zusätzliche Stunden zur Deutschförderung wird eine rasche Integration gelingen“, ist sich Gisela Ehrl sicher. Die etwas älteren ukrainischen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9, die aufgrund fehlender oder geringer Deutschkenntnisse noch nicht am Regelunterricht teilnehmen können, besuchen neu eingerichtete „Brückenklassen“. Diese werden schulartunabhängig an den Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien im Landkreis eingerichtet.

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