NostalSki-Rennen der Krüner Junggesellen sorgte für eine Riesengaudi

Sehenswerte Zeitreise auf Holzlatten

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Im Fokus von Kamerafrau Julia Schlegel(v.l.): Organisator Hansi Buchwieser, Hans Neuner und Franziska Müller.

Krün – Die Zahl 13 ist für die Krüner Junggesellen keine Unglückszahl. Das nach 2007 zum 13. Mal ausgetragene NostalSki-Rennen – 2019 fiel das Rennen wegen dem Schneechaos aus – lockte weit über 600 Zuschauer und auch das Bayerische Fernsehen an den „Barmsee-Gletscher“.

Kamerafrau Julia Schlegel aus Garmisch-Partenkirchen war zuvor von Organisator Hansi Buchwieser auf zwei Teilnehmer besonders aufmerksam gemacht worden. Im Fokus standen Hans Neuner aus Mittenwald und Franziska Müller aus Wallgau. „Ich habe alle Rennen bis auf die Premiere mitgemacht und feiere heute 150. Jubiläum“, scherzte Altbürgermeister Neuner, „ich bin 80 und meine Ski 70 Jahre alt“. In der Kategorie Herren mit Kante kam der „Hackl Hans“ nach 1:09,34 Minuten ins Ziel und belegte den 21. Platz unter 35 Startern. Die erst 21 Jahre alte Müller war zum dritten Mal dabei. „Die Ski habe ich 2017 im Internet erworben und die Klamotten stammen aus der Faschingskiste meiner Oma“. Zum passenden Outfit gehörte auch eine beim Sprung über die Schanze wehende Fuchsstola. Nach 45,65 Sekunden rauschte sie durchs Ziel und wurde Siegerin bei den Damen mit Kante. 

Mit Timothy Mitchell war auch ein Starter aus Australien dabei. Der 17-Jährige ist der Neffe von Walter Hütten aus Krün. „Seit meinem vierten Lebensjahr wohne ich in Sidney und komme alle zwei Jahre auf Besuch“. Nachdem er bisher nur zugeschaut hatte, wollte er unbedingt mitfahren. „Die Ski haben mir Freunde von meinem Opa besorgt“. Der Bursche aus „Down Under“ kam nach 78,89 Sekunden ins Ziel und belegte bei den Herren mit Kante den 26. Platz. Wie immer hatte Buchwieser mit seinen Junggesellen für eine echte Gaudi-Riesenslalom-Piste mit Kamelbuckel und Steilwand gesorgt. Alle Teilnehmer mussten an der Mittelstation ein Schnapserl trinken und mit dem Dartpfeil auf eine Scheibe werfen. Hier gab es je nach Treffer eine Zeitgutschrift oder Aufschlag, bevor es über die Schanze ins Ziel ging. 

Gekrönt wurde die Veranstaltung durch die Moderatoren Martin Ceeh und Max Achatz. Das kongeniale Duo saß über dem Ziel auf einem Holzgerüst und nutzte ihr Insiderwissen („Greta Thunberg ist nicht hier, denn an der Schnapsstation qualmt es, weil Daxen verbrannt werden“) zu spöttischen Kommentaren in Deutsch, Englisch, Italienisch oder Spanisch. So sollte Stefan Block („der Hippie aus Norwegen“) noch einmal starten, „weil die Uhren gestreikt haben“. Hans Zahler wurde als Bürgermeisterkandidat von Wallgau vorgestellt, „der auf Stimmenfang ist“ und die Fahrt von Ingrid Steck wurde mit „sie ist mit Stecken auf der Strecke“ begleitet. Als sich Franziska Sellmeier nicht über die Schanze traute, wurde dies mit „sie nimmt die Angsthasen-Route“ kommentiert. Der Spaß ging für die Teilnehmer noch beim abendlichen Sportlerball im Haus des Gastes weiter. Denn nach der Siegerehrung – die beste Mannschaft erhielt den Wanderpokal und für alle 87 Starter gab es von einheimischen Sponsoren gestiftete Preise – spielten die Karwendelbuam aus Mittenwald für das lustige Ski-Völkchen noch zünftig zum Tanz auf. kun

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