Angebote von LBV und BUND Naturschutz

Singvögel am Gesang erkennen

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Vermutlich hat die Goldammer Beethoven zu einer Sinfonie inspiriert.

Region – Was verbindet man neben bunten Blumen mehr mit dem Frühling als den zunehmenden Gesang der Singvögel? Wer wissen mag, welcher Vogel da gerade singt, der kann jetzt den Vogelphillip vom BUND Naturschutz fragen. Auch der Landesverband für Vogelschutz (LBV) bietet Ratschläge und Informationen auf seiner Internetseite.

Philipp Herrmann, wie der „Vogelphilipp“ wirklich heißt, erkennt alle heimischen Singvögel an ihrer Stimme. Schon als kleiner Junge nahm er an Vogelstimmen-Wanderungen des BUND Naturschutz teil, war begeistert und kaufte sich Vogelstimmen-CDs. So wurde er schließlich ein ausgewachsener Vogelkundler. Mit der Vogelstimmen-Hotline auf WhatsApp möchte der Vogelphilipp den Menschen ein Gefühl für die Vogelarten geben, die um uns und mit uns leben. Er möchte das Interesse für die Vielfalt der heimischen Natur wecken.Die Aktion läuft bayernweit. Interessierte aus Bayern können sich gerne an den Vogelphilipp wenden und ihm auf WhatsApp eine Aufnahme der Vogelstimme schicken.
So funktioniert´s:
Telefonnummer des Vogelphilipp zu Ihren Kontakten hinzufügen ☎ 0160 / 44 2 44 5
Vogelgesang mit WhatsApp aufnehmen und an den Vogelphilipp senden.
Der Vogelphilipp antwortet und sagt Ihnen, welchen Vogel Sie singen hören.

Tipps vom Landesverband für Vogelschutz

Wenn ein Vogel singt, sagt er Ihnen nicht nur wer er ist, sondern auch etwas über seine Situation. Ist er auf Futtersuche, auf Brautschau oder warnt er Artgenossen vor einem vermeintlichen Feind in der Nähe? Manche Arten, wie Fitis und Zilpzalp sehen sich so ähnlich, dass wir sie nur am Gesang unterscheiden können. Aber wie lernt man am besten einen Star von einer Amsel zu unterscheiden?

1. Sehen und Hören
Wenn Sie einen Vogel singen hören, versuchen Sie ihn auch zu sehen. Dann bleibt die Verbindung zwischen Vogel und Gesang leichter im Gedächtnis haften. Wir Menschen orientieren uns hauptsächlich visuell in unserer Umwelt. Genaues, analysierendes Zuhören fällt uns eher schwer, kann aber trainiert werden.

2. Von einem Experten lernen
Anfangs kann es schwierig sein die vielen Gesänge zu unterscheiden und den richtigen Vögeln zuzuordnen. Da hilft es, sich von einem anderen Vogelbeobachter darauf hinweisen zu lassen. Nehmen Sie zum Beispiel an einer geführten Exkursion teil. Vogelbeobachtung mit Gleichgesinnten macht Spaß.

3. Aufnahmen anhören
Hören Sie sich zunächst Aufnahmen von Vögeln an, die Sie oft sehen, z.B. an Ihrer Futterstelle im Garten. Spielen Sie Gesänge und Rufe oft ab, damit Sie mit ihnen vertraut werden. Dafür bietet der LBV im Internet Ansteckbriefe zu den Vogelarten. Dort sind die einzelnen Arten beschrieben, mit schönem Foto und einer Aufnahme ihres Gesangs. Sie wollen Vögel weltweit hören? Dann ist Xeno-canto.org die richtige Plattform.

4. Vogelgesänge beschreiben
Manche Gesänge prägen sich leicht ein, wie das kontinuierliche „di da, di da, di da“ der Kohlmeise oder das oder „zizibäh“ der Kohlmeise. Mit anderen können wir Worte assoziieren – haben Sie schon einmal „Wie wie wie hab ich dich liiieb“ von einem Baum in offener Landschaft gehört? Hier trällert die Goldammer ihr Lied. Gesang inspiriert auch große Künstler oder ist es Zufall, dass Beethovens 5. Sinfonie ganz ähnlich dem Gesang der Goldammer klingt? Manche Vögel rufen ihren Namen: Zilpzalp und Kuckuck sind vermutlich die Bekanntesten.

5. Details, Details, Details
Um Vögel im Detail zu „verstehen“, müssen Sie üben. Das Erlernen einer neuen Sprache gelingt auch nicht von einem Tag auf den anderen. Ebenso müssen wir Vogelgesänge wieder und wieder hören und richtig zuordnen, damit sie uns im Gedächtnis bleiben. Zerlegen Sie mental den Gesang in seine verschiedenen Qualitäten, einschließlich Rhythmus, Tonhöhe, und Klang. Versuchen Sie, gehörte Gesänge in verschiedene Kategorien einzuordnen.
Weitere Informationen und Ratschläge findet man auch auf der Internetseite des LBV.  kb

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