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Bedingungen aufgrund der anhaltenden Schneefälle zu riskant 

Ski-Weltcup Garmisch-Partenkirchen: Herren-Rennen abgesagt

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Sicherheit geht trotz Enttäuschung vor

Vor einer Woche hatten die Veranstalter des SC Garmisch und die Fahrerinnen Glück: bei sehr guten Bedingungen wurde der Damen-Super-G und die Abfahrt auf der Kandahar ausgetragen. Eine Woche später war alles anders. Nach tollen Bedingungen beim Training am Freitag war am Samstag und am Sonntag nicht an Weltcup-Rennen zu denken.

„Es ist einfach zu begründen“, sagte Markus Waldner, der FIS-Renndirektor zu der Absage der Abfahrt am Samstag: „Es hat gegen sechs Uhr morgens begonnen, sehr stark zu regnen. Die Piste haben wir mit Salz unter Kontrolle bekommen. Doch dann hat sich der Regen in sehr nassen Schnee umgewandelt. Dieser nasse Schnee befindet sich nun auf der eigentlich guten Unterlage. Der Schnee ist einfach weich und matschig. Leider ist es unmöglich, den nassen Schnee abzutragen. Im freien Fall haut es Dich da fast aus den Schuhen. Die Piste ist zu weich. Ein sicheres Rennen ist dadurch nicht mehr garantiert. Es ist traurig, aber Sicherheit geht vor.“ Oben gab es zusätzlich noch Nebel. An ein Rennen war nicht zu denken.

Die Abfahrt wird in Kvitfjell nachgeholt. Der Weltcup-Zirkus macht vom 28. Februar an Station in Norwegen. „Ich denke, es war die richtige Entscheidung. Es muss die Fairness für alle Läufer gegeben sein, und dass es sicher ist“, kommentierte Ferstl die wetterbedingte Absage der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen am Samstag enttäuscht. „Es ist mega schade. Aber wir haben die WM vor uns. Da muss man nichts erzwingen“, ergänzte der Überraschungssieger beim Super-G auf der Streif. Für DSV-Alpinchef Wolfgang Maier war die Entscheidung nachvollziehbar, auch wenn er es sich anders gewünscht hatte: „Man hatte eigentlich mit ganz wenig Schneefall gerechnet, aber im oberen Teil war der Neuschnee schon fast 20 Zentimeter hoch.“

Auch am Sonntag war an einen Riesenslalom nicht zu denken. Die Organisatoren entschieden bereits gut drei Stunden vor dem angesetzten Start des ersten Durchgangs (er wäre um 10.30 Uhr gewesen), das Rennen wegen heftiger Schneefälle nicht auszutragen. In der Nacht seien alleine am Start etwa 30 Zentimeter Neuschnee gefallen, hieß es. „Es soll noch bis Mittag schneien. Wenn wir so viel räumen, beschädigen wir auch die Piste. Leider haben wir keine Chance“, sagte Waldner: „Wir müssen das akzeptieren, unser Sport findet nun mal unter freiem Himmel statt.“ Damit fiel auch das für den Heim-Weltcup geplante Comeback von Stefan Luitz aus. Der 26-Jährige aus Bolsterlang hatte ursprünglich geplant, in Garmisch-Partenkirchen an den Start zu gehen. Luitz hatte vor drei Wochen bei seinem Sturz im Riesenslalom von Adelboden/Schweiz eine Schulterluxation erlitten. Ohne Rennen hieß es also für die Fahrer weiter zur Weltmeisterschaft zu reisen. Der ÖSV-Privatjet mit den Speed-Fahrern Hannes Reichelt und Co. hob bereits am Samstag schon ein paar Stunden früher Richtung WM-Ort Åre ab. „Ich spare mir natürlich ein bisschen Kraft“, sagte Vincent Kriechmayr. „Das Rauffliegen ist jetzt auch relaxter, sonst hätten wir schon einen Stress gehabt.“ Reichelt freut sich, am Dienstag ausgeruht das erste Abfahrtstraining zu bestreiten. „Ich bin sehr froh, dass sich der ÖSV das ein bisschen was kosten lässt. Es ist sinnvoll investiertes Geld.“

Nach teilweise Plusgraden in Garmisch-Partenkirchen geht es bei der WM im hohen Norden bei bitterkalten Temperaturen zur Sache. Reichelt packte seinen Koffer trotzdem ähnlich. „Schichtprinzip“, erklärte er seine Taktik. „Wenn es kälter wird, wird eine Schicht dazugetan.“ Weniger Glück als die Österreicher hatten andere Fahrer: Aufgrund der tiefwinterlichen Witterung wurde die Reise nach Schweden für den ein oder anderen zur Odyssee. Der deutsche Kitzbühel-Sieger Josef Ferstl etwa saß wie der Südtiroler Christof Innerhofer am Flughafen in Stockholm fest. Nach stundenlangem Warten mussten die Ski-Asse in den Zug umsteigen. Die meisten Athleten hingen jedoch in München fest – 350 Flüge mussten hier wetterbedingt gestrichen werden.   tf

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