Ökologischer Fußabdruck 

Soldaten pflanzen Bäume am Standortübungsplatz Spatzenhausen

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Gemeinsam mit seinen Soldaten pflanzte der Kommandeur des ITBtl 239, Oberstleutnant Marc Richter, 28 Obstbäume auf dem Standortübungsplatz Spatzenhausen.

Spatzenhausen / Murnau – In der Nacht hatte es geschneit. Perfekte Bedingungen für das Pflanzen von Bäumen: nass, matschig und kalt. Mit 47 Soldatinnen und Soldaten unterstützte die erste Kompanie des ITBtls die Neupflanzung von 28 Obstbäumen am Standortübungsplatz Spatzenhausen.

Dieser Ort bietet einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren einen überwiegend unberührten Lebensraum. Dass dies auch so bleibt, dafür sorgte das Informationstechnikbataillon (ITBtl) 293 jetzt bei der Baumpflanzaktion. Ein Beweis dafür, dass sich Naturschutz und militärische Nutzung einer Fläche nicht ausschließen. Erich Weiß vom Bundeswehrdienstleistungszen­trum Bad Reichenhall, der für die Geländebetreuung des Übungsplatzes zuständig ist, kennt die Vorzüge dieser Kulturfläche. „Besseres Obst kann man nicht bekommen“, so Weiß, „denn das Obst wächst hier ganz natürlich und wird weder gespritzt noch behandelt.“ Optimale Voraussetzungen für die Tiere, die auf dem Übungsplatz leben. Nicht nur Hirsche und Rehe können sich von den Früchten ernähren. Auch Vögel, wie Steinkauz oder Wendehals, finden in holen Baumstämmen geeignete Brutplätze und Nahrung. 

Gepflanzt wurden alte, regionale Apfel-, Birnen-, und Zwetschgensorten. „Der Standortübungsplatz Spatzenhausen ist ein Juwel mit seinen naturbelassenen Flächen und der vorherrschenden Artenvielfalt. Hier bringt man unterschiedlichste Interessen in Einklang“, meinte der Kommandeur des ITBtl 293, Oberstleutnant Marc Richter. Den ersten „Musterbaum“ durfte Oberstleutnant Richter dann auch selbst pflanzen. Für einen festen Stand wurde der Apfelbaum von der Sorte Hauck noch mit drei Stabilisationspfählen befestigt. In sieben bis acht Jahren wird er erste Früchte tragen. Ungefähr 200 Bäume pflanzte Erich Weiß bereits in den letzten Jahren, um die Vielschichtigkeit der Flora und Fauna zu fördern. Auf ca. 130 Hektar findet man im Bereich von Spatzenhausen verschiedenste Pflanzen- und Tierarten, die hier heimisch sind. Schon im vergangen Jahr wurde der Geländebetreuungsstelle für ihr Engagement für den Erhalt von Fledermausquartieren die Plakette „Fledermäuse willkommen“ verliehen. Auch gefährdete Arten wie Kammmolch, Gelbbauchunke oder Laubfrosch finden hier geschützte und naturbelassene Flächen, um sich ungestört zu vermehren. kb

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