Sommerfrische und Müßiggang – Wie einst die großen Künstler: In Murnau spüren Urlauber längst vergangene Leichtigkeit

Am Staffelsee hat die Sommerfrische Tradition. Foto: kunz pr / Dr. Freude, Murnau

Sommerfrische gilt auch bei den Wirten

Wer seinen eigenen Müßiggang pflegt und beim Spazieren die Landschaft auf sich wirken lässt, findet überall herrliche Gasthöfe und Biergärten, die zur Rast einladen. Wie wär’s mit einem geschmorten Ochsenbraten in Trollingersoße mit Bärlauchpüree, den Fröhlichs Wirtshaus in Großweil zubereitet? Oder einem leckeren Beuscherl von heimischen Weide- ochsen auf der Kreut-Alm? Das Restaurant Burgklause in Murnau lockt mit altbayerischer Kartoffelsuppe mit Milzkrusterln, während das Gasthaus zum Stern in Seehausen Schweineschäuferl in Dunkelbiersoße offeriert und im Gasthaus Heimgarten sowie im Seerestaurant Lido frischer Fisch auf den Tisch kommt. Dabei setzen alle zehn Sommerfrische-Wirte, die sich der authentischen und transparenten Küche verschrieben haben, auf regionale Produkte. Tolle Hechte aus dem nahen Staffelsee, das zarte Fleisch des Murnauer-Werdenfelser Rindes oder Wildkreationen von Tieren aus den umliegenden Revieren: „Der Gast kann genau erfahren, wo sein Essen herkommt“, sagt Uli Weisner vom Restaurant „Auszeit“ in Murnau. Die Zutaten werden nach traditionellen Rezepten kredenzt und auf den Speisekarten erleben alte Gerichte wie „Böfflamott“, „Kalbszüngerl“ und „Brennsupp‘n“ sowie diverse Mehlspeisen eine Renaissance. Weil zur Sommerfrische ja auch Leichtigkeit gehört, kommt die deftige Hausmannskost von damals nicht als Kalorienbombe auf den Teller, sondern wird in etwas abgespeckten Variationen serviert. Besonders zünftig geht’s am 22. Juni im Griesbräu zu: Dann lädt Michael Gilg von der Murnauer Schaubrauerei zu Kostproben heimischer Lieferanten und zum Anstich seines Sommerfrische-Biers, das anschließend natürlich auch bei zahlreichen Wirten der Umgebung ausgeschenkt wird. Einfach genießen und die Zeit verstreichen lassen – lautet die Devise auch hier.

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