SOS-Kinderzentrum Garmisch-Partenkirchen feiert 30jähriges Jubiläum

Beim gut besuchten Familienfest kamen vor allem die Kleinen auf ihre Kosten. Foto: Veranstalter

Der Einsatz für Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten – dies zeichnet das SOS-Kinderzentrum Garmisch-Partenkirchen seit nunmehr 30 Jahren aus. Das Jubiläum nahmen zahlreiche Gäste zum Anlass, um dafür ihren Dank auszusprechen.

Im Festsaal der St-Irmengard-Schulen führte Doris Heinle, Leiterin des Kinderzentrums, durch die Geschichte der Einrichtung: An der Gründung waren der damalige Landrat Wilhelm Nau, Prof. Dr. Hellbrügge und Prof. Truckenbrodt von der Kinderklinik Garmisch maßgeblich beteiligt. Ihr Anliegen war die Installation einer interdisziplinären Frühförderung. Seither hat sich die Angebots-palette der Einrichtung weiter entwickelt: Neben ambulanten und mobilen Therapieangeboten stellt das Kinderzentrum den Kindergärten im Landkreis einen mobilen Fachdienst zur Verfügung. Aktuell werden jährlich ca. 130 Kinder und ihre Eltern durch ca. 20 MitarbeiterInnen intensiv gefördert. Das offene Angebot mit Treffpunkt, Elternkursen, Spielgruppen und Ferienprogramm wird durch 12 engagierte Mitarbeiterinnen gestaltet. Den Dank der Geschäftsführung und des Vorstands des SOS-Kinderdorfs e.V. überbrachte Maria Schwarzfischer. Sie stellte die drei wesentlichen Kernpunkte heraus: interdisziplinäre und ganzheitliche Förderung, aktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern und die fachliche Kooperation mit Ärzten, Kindergärten, Behörden und sozialen Diensten im Landkreis. Als „kluge und weitsichtige Entscheidung“ bezeichnete Landrat Harald Kühn die Gründung. Zur aktuellen Situation verwies er auf einen einerseits stetig ansteigenden Bedarf an sozialen Einrichtungen, und andererseits auf den finanziellen Druck, der absehbar auch im kommenden Jahr für die Kommunen entstehen wird. Es müsse mehr Geld in das System, forderte er, und dafür sei es eine „politische Notwendigkeit, die Finanzierung der Sozialleistungen auf neue Füße zu stellen.“

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