Sportlerin des Jahres 2011 – Auszeichnung zum zweiten Mal für Wallgauerin – Rücktritt spielte keine Rolle

Magdalena Neuner ist wieder Sportlerin des Jahres 2011. Foto: Sehr

Magdalena Neuner hat die Wahl zum „Sportler des Jahres“ gewonnen. Bei den Herren siegte Dirk Nowitzki und Borussia Dortmund wurde beste Mannschaft 2011.

Die Wallgauerin, die wegen ihres Abendkleid-Auftritts auf einen Einsatz am Nachmittag in der Mixed-Staffel beim Weltcup im österreichischen Hochfilzen verzichtet hatte, vereinte 4260 Voten. Die dreifache Biathlon-Weltmeisterin und 2007-Siegerin setzte sich mit großem Vorsprung gegen Tennisspielerin Andrea Petkovic durch. „Es ist einfach toll, zum zweiten Mal Sportlerin des Jahres zu sein. Das ist schon eine ganz schöne Leistung“, sagte Neuner. Auf die Zehnte in der Weltrangliste entfielen 2002 Stimmen. Die alpine Gesamt-Weltcupsiegerin Maria Höfl-Riesch, vor einem Jahr die Nummer eins der deutschen Sportnation, landete mit 1849 Stimmen auf Rang drei. „Neuner hat nicht von ihrem Rücktritt profitiert“, betonte Rudi Cerne, der die Gala zusammen mit Katrin Müller-Hohenstein moderierte. „Als sie ihre Entscheidung publik gemacht hatte, war schon abgestimmt.“ Bei den Herren siegte Dirk Nowitzki vor dem Formel 1-Pilot Sebastian Vettel. Damit fehlte erstmals seit sieben Jahren auf dem traditionellen Gruppenbild zum Abschluss der Preisverleihung der männliche Hauptdarsteller. Michael Schumacher war 2004 im Urlaub gewesen. Der 33-jährige Nowitzki muss sich nach dem Ende des Arbeitskampfs in der NBA mit seinem Team auf den Saisonstart am 25. Dezember vorbereiten. Er konnte nicht ins Kurhaus nach Baden-Baden kommen. Der NBA-Champion mit den Dallas Mavericks, der nach dem Titelgewinn im Sommer schon zum Sportler des Jahres der USA gekürt worden war, bedankte sich per Live-Schaltung aus Texas für den „netten Award“. „Es war ein Wahnsinnsjahr. Es ist wundervoll, dass sich nach so langer Zeit mein Traum endlich erfüllt“, sagte er und ließ in seiner launigen Rede auch einen kleinen Seitenhieb in Richtung Presse nicht aus: „Danke an alle Sportjournalisten. Ihr habt zum ersten Mal bewiesen, dass ihr was von Basketball versteht.“ Der Würzburger machte das Rennen mit 3868 Stimmen gegen Vettel (3503) und Tischtennis-Europameister Timo Boll (1565), die beide ebenfalls nicht in Baden-Baden waren. Bei den Mannschaften des Jahres gaben die deutschen Sportjournalisten Fußballmeister Borussia Dortmund die meisten Stimmen. Die Fußball-Nationalmannschaft der Männer kam auf Rang zwei. Zwei Tage vor dem Achtelfinalspiel im DFB-Pokal bei Fortuna Düsseldorf ließen es sich zumindest Trainer Jürgen Klopp, Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und die derzeit lädierten Profis Neven Subotic und Sven Bender nicht nehmen, bei der dritten Auszeichnung nach 1957 und 1995 Präsenz zu zeigen. 3409 Stimmen verbuchte der BVB. Einige seiner Spieler wurden auch mit der Nationalmannschaft ausgezeichnet, die dem Verein mit 2684 Stimmen auf Platz zwei folgt. Der Deutschland-Achter musste sich mit Rang drei und 2406 Stimmen zufrieden geben. Erstmals wurde bei der Sportlerwahl-Gala im festlich geschmückten Kurhaus Baden-Baden auch der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ausgelobte Titel „Trainer des Jahres“ vergeben. Die Wahl fiel auf Hockey-Bundestrainer Markus Weise, der 2004 die Frauen und 2008 die Männer zu olympischem Gold geführt hatte. In beiden Jahren wurden seine Teams auch zu den Mannschaften des Jahres gewählt.

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