Anstoß soll Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) bringen

GAP muss sich weiterentwickeln

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Wie es um die Marktgemeinde steht und wo es gilt, den Ort weiter zu entwickeln, das soll über die ISEK geklärt werden.

GAP – Die Umgebung von Garmisch-Partenkirchen ist zweifelsohne traumhaft schön, der Ort selber ist es nur bedingt.

Zu vieles ist in der Marktgemeinde jahrzehntelang vernachlässigt worden: Fahrradwege, Straßenzustand, ÖPNV, Infrastruktur, Angebote für Kinder und Jugendliche, Gestaltung der Parkanlagen usw. Die Liste ließe sich weiterführen. Nun also soll es wieder ein neues Forum innerhalb der nächsten 15 Jahre richten.

Bei dem Team des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts kurz ISEK handelt es sich um Vertreter von Vereinen und Verbänden sowie unter anderem aus Kultur und Wirtschaft aus dem Olympiaort. Hatten wir das nicht alles schon: Studien, Gremien, Arbeitskreise, darf man entfernt an die Visionen eines Charles Fessel erinnern? Passiert ist nichts, es wurde nur viel Zeit und Geld verbraucht. Dabei wären manche vernünftigen Einfälle leicht und schnell umzusetzen, um Garmisch-Partenkirchen Lebens- und liebenswerter zu machen.

Um den Verantwortlichen, „den Spiegel vorzuhalten“ und Missstände aufzuzeigen, wurden die Stadtplaner von Koch + Partner engagiert. Bei der Präsentation im großen Sitzungssaal des Rathauses wurde gezeigt, wo im Ort überall Handlungsbedarf besteht. Dazu gehören beispielsweise das Umfeld des Olympiaskistadions, der westliche Bahnhofsbereich, die Verbindung beider Ortsteile oder der Michael-Ende-Kurpark. Die „Brennpunkte“ sind nichts Neues. Trotzdem hat man sich für ISEK entschieden, da die Projektkosten von rund 200 000 Euro durch den Freistaat bezuschusst werden und man so überhaupt erst in das Städtebauförderprogramm kommt. Auch Themen wie Energie, Wirtschaft und Tourismus beleuchteten die Experten von Koch + Partner, so hat man zum Beispiel auch erfahren, dass für die einmalige Beschneiung der Olympiaabfahrt genauso viel Energie verbraucht wird, wie 50 Haushalte in einem Jahr gemeinsam an Energie benötigen.

Das nächste Forum findet am Mittwoch, 17. Januar 2018, von 17 bis 20 Uhr, im Rathaus statt. Bleibt zu hoffen, dass sich endlich etwas grundlegend bewegt, denn sich allein auf der schönen Landschaft auszuruhen, ist auf Dauer zu wenig. Die Bürger brauchen Entlastungen und Verbesserungen nicht erst in 15 Jahren.

von Lilian Edenhofer

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