Viele Wahlberechtigte haben ihre Stimme bereits abgegeben

Stichwahlen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

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In Garmisch-Partenkirchen kommt es bei der Stichwahl zum Duell zwischen Herausforderin Elisabeth Koch (CSU) und Amtsinhaberin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD)

Landkreis GAP – Drei Stichwahlen werden am Sonntagabend in unserem Landkreis ausgezählt: In Garmisch-Partenkirchen ist mit einem Machtwechsel im Rathaus zu rechnen, in Mittenwald ist die Spannung groß, ob der Amtsinhaber seinen Sessel verteidigen kann und auch in Murnau ist der Ausgang alles andere als eine klare Sache.

Die Stichwahlen erfolgen in Corona-Zeiten unter besonderen Bedingungen und ausschließlich per Brief. Noch am Wahlsonntag, 29. März, können Wahlunterlagen bis 18 Uhr in die Rathaus-Briefkästen eingeworfen werden. Für die Wahlhelfer, die die Auszählung vornehmen, stehen Desinfektionsmittel und Handschuhe bereit.

Garmisch-Partenkirchen: Herausforderin Elisabeth Koch (CSU) geht als Favoritin in die Stichwahl gegen Amtsinhaberin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Die Fraktionsvorsitzende der CSU im Gemeinderat  holte am Wahlsonntag, 15. März, deutliche 44,71 Prozent der Stimmen; Amtsinhaberin Meierhofer kam auf 21,74 Prozent. Alle hatten mit einem Duell der beiden starken Frauen gerechnet. Dass Elisabeth Koch im ersten Wahlgang ein so deutliches Ergebnis erzielte, ließ die CSU jubeln, denn ein Machtwechsel im Garmisch-Partenkirchner Rathaus scheint greifbar. Amtsinhaberin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) will allerdings nicht vorzeitig aufgeben und hofft darauf, dass bei der Stichwahl "die Karten neu gemischt werden".   

In Mittenwald hatte der amtierende Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) im ersten Wahlgang 45,73 Prozent erreicht. Der Amtsinhaber wird von Enrico Corongiu (SPD), der auf starke 31,03 Prozent kam, in die Stichwahl gezwungen. Dass der Sozialdemokrat mit diesem Ergebnis Georg Seitz, den Kandidaten der Freien Wähler (23,24), übertrumpfte, überraschte viele. Auch in Mittenwald lautet das Duell also CSU gegen SPD.

In Murnau gibt sich Amtsinhaber Rolf Beuting (ÖDP), der um seine zweite Amtszeit kämpft, optimistisch. Er erreichte am 15. März 41,46 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Philipp Zoepf (Mehr Bewegen) kam auf 19,03 Prozent und gibt sich seinerseits kämpferisch. Es bleibt spannend, wie sich die Bürgerinnen und Bürger der Staffelseegemeinde entscheiden.

Mit Ergebnissen ist am Wahlsonntag gegen 19.30 Uhr zu rechnen. In allen drei Marktgemeinden war der Rücklauf der Briefwahlunterlagen bis Freitag hoch. Wer seine Briefwahlunterlagen noch nicht abgegeben hat: Noch am Wahlsonntag, 29. März, können Wahlunterlagen bis allerspätestens 18 Uhr in die Rathaus-Briefkästen eingeworfen werden.   tra

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