Strapazen für Lachmuskeln

Mehrere gut situierte Franzosen treffen sich regelmäßig zu einem Abendessen. Zu ihrer Unterhaltung präsentieren sie jeweils einen Trottel, der sie unterhalten soll. Ziel ist, den größten Schwachkopf zu finden – und Verleger Brochant glaubt, den ultimativen Fang gemacht zu haben: „Dinner für Spinner“, die Komödie von Francis Veber brachte Regisseurin Regina Rohrbeck nun im Kleinen Theater in Garmisch-Partenkirchen auf die Bühne.

Bei der Premiere vor ausverkauftem Haus hat sich das Publikum köstlich amüsiert. Christian Freude verkörpert den trotteligen Finanzbeamten Francois Pignon mit einer derart herrlich schrägen Mimik, dass man sich allein beim hinschauen schon schütteln musste vor lachen. Wenn er anfängt wie ein Delfin zu fiepen, weil ihm Marléne ( sehr treffend Julia Metternich als „ spirituell angehauchte Irre“) prophezeit er wäre in einem früheren Leben ein solcher gewesen, gibt es kein Halten mehr. Das Dinner scheint zu scheitern weil der Gastgeber Pierre Brochant (großartig Rainer Pokorny ) von einem Hexenschuss geplagt wird und ihm Professor Archambaud (charmant Christian Pfaundler) Ruhe verordnet. Damit nicht genug: Ehefrau Christine Brochant ( Susi Trepte) möchte ihren Mann verlassen, der ruft in seiner Not Juste Leblanc (souverän Georg Löcherer) einen alten Freund an, mit dem er sich einst zerstritten hatte. Zu allem Überfluss betritt Steuerfahnder Lucien Cheval (wunderbar komisch Christian Hainzinger) die Szene, so dass eilig sämtliche Gemälde und Antiquitäten verräumt werden müssen. Am Schluss weiß man nicht mehr so genau wer hier eigentlich der Trottel ist. Die nächste Aufführung ist am am Freitag, 11. Dezember, um 20 Uhr im Kleinen Theater in Garmisch-Partenkirchen. Karten gibt es beim KREISBOTEN, Olympiastraße 22.

Meistgelesen

Übergriff auf 24-Jährige
Übergriff auf 24-Jährige
Polizist angegriffen
Polizist angegriffen
Ausbildungskompass für die Region
Ausbildungskompass für die Region
Sohn der Pflegekraft festgenommen
Sohn der Pflegekraft festgenommen

Kommentare