Strauss-Festival erfreut Musikfreunde

Die Intendantin der Strauss-Festspiele, Ks. Brigitte Fassbaender (re.), begrüßte Kunstminister Wolfgang Heubisch und seine Lebensgefährtin Kristina Kalb. Foto: Ilka Trautmann

Eine Runde Skat spielender Männer und Frauen am roten Teppich, eine ebensolche auf der Bühne im Festsaal – zu der sich die Intendantin des Strauss-Festivals, Ks. Brigitte Fassbaender, kurz gesellte – unterstrich die Thematik der diesjährigen Musiktage in Garmisch-Partenkirchen gleich zum Auftakt: „Strauss als Bürger und Ehemann“, diesem Motto sind noch bis Freitag die verschiedenen Programmpunkte gewidmet.

Dabei kann sich die künstlerische Leiterin des Festivals auf meisterhaft komponierte Beiträge von Richard Strauss stützen: Die „Sinfonia Domestica“ etwa, die das alltägliche Leben der Familie Strauss spiegelt, die Oper „Intermezzo“, in der Richard Strauss humorvoll eine Episode aus der Ehe mit seiner temperamentvollen Frau Pauline schildert oder sein ironisches „Heldenleben“ mit Zitaten aus früheren Werken. Dass diese drei Werke, geballt in nur einer Woche, zur Aufführung kommen, das vermag nur das Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen, hatte Prof. Brigitte Fassbaender in ihrer Begrüßung stolz festgestellt. Zahlreiche Musikfreunde, aber auch Ehrengäste, zollten dann Kunstminister Wolfgang Heubisch Applaus, der die Idee eines neuen Konzertsaals für die Richard-Strauss-Festspiele persönlich unterstützen will. Er verknüpfte dies mit Olympia 2018 – ein Zuschlag würde auch die Festspiele beflügeln, meinte der FDP-Politiker. Zuvor hatte Bürgermeister Thomas Schmid verkünden können, dass Brigitte Fassbaender auch in den kommenden drei Jahren als künstlerische Leiterin des Strauss- Festivals fungieren wird – ein entsprechender Vertrag ist bereits unterzeichnet worden. Um noch besser „mit dem Pfund Strauss“ werben zu können, wünscht sich auch der Bürgermeister, dass man die Bemühungen für einen „vernünftigen Saal“ voranbringt. Und als Fassbaender dazwischenruft „um diesen auch einzuweihen“, meinte der Bürgermeister launig: „Das wird zwar länger als die kommenden drei Jahre dauern, aber ich nehme das schon mal als Zusage von Ihnen . . .“ Den Festvortrag hielt Historikerin Dr. Brigitte Hamann, die mit fleißig recherchierten Fakten und Daten das Leben von Richard Strauss als „Bürger und Ehemann“ nachzeichnete, sich dabei aber in zu vielen Details verstrickte. Die Förderpreisträger des diesjährigen Gesangwettbewerbs, Anne Bredow, Maria Bulgakova und Ulrich Burdack, lieferten glanzvolle Liedbeiträge.

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