Im Sturm zum Sieg – SC Riessersee gewinnt Sechs-Punkte Spiel in Crimmitschau

Immer einen Schritt voraus war der SC Riessersee, hier mit Lubor Dibelka, dem ETC Crimmitschau. Foto: Thomas Sehr

Es war eine Premiere am vergangenen Freitagabend: Erstmals in der laufenden Saison konnte der SC Riessersee ein Spiel in der laufenden Saison gegen die Eispiraten Crimmitschau für sich entscheiden. In Westsachsen setzten sich die Werdenfelser mit 3:2 Dank einer guten Mannschaftsleistung verdient durch.

Dabei mussten die Garmisch-Partenkirchner auf Tobias Biersack verzichten, der den Weiß-Blauen längere Zeit fehlen wird. Der Stürmer zog sich letzte Woche im Training einen Riss des Syndesmosebandes zu und fehlt dem Aufsteiger mindestens bis Anfang März. Er war es, der in der letzten Saison sieben Play-off Tore schoss und einen großen Anteil am Titelgewinn in der Oberliga hatte. Der wichtigste Treffer war das 3:2-Siegtor im zweiten Finalspiel in Grafing 76 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, als alles mit einer Verlängerung rechnete. Damit war der Titelgewinn fix. In der laufenden Saison brachte er es bislang auf zwei Tore und zwei Torvorlagen. Beim Sechs-Punkte-Spiel in Crimmitschau – beide Mannschaften kämpfen um den Einzug in die Play-offs – erwischten die Gastgeber den besseren Start. Lediglich 207 Sekunden waren absolviert, da erzielte Thomas Pielmeier den Führrungstreffer. In der Folgezeit hätten die Eispiraten auf 2:0 erhöhen können, doch SCR-Torhüter Harti Wild stand sicher. Im Lauf des ersten Drittels kamen die Garmisch-Partenkirchner immer besser ins Spiel. Mit ihrem ersten Überzahlspiel, Jan Niklas Pietsch saß gerade auf der Strafbank, gelang den Gästen der Ausgleich, als Verteidiger Alexander Deilert sich ein Herz fasste und einfach draufhaute. Beide Mannschaften kämpften in der Folgezeit verbissen um jede Scheibe. Die Riesserseer konnten kurz vor Drittelende einen kapitalen Fehler der Pleißestädter ausnutzen. David Appel und Lubor Dibelka fuhren einen Zwei-gegen-Eins-Konter, den der Topskorer der 2. Bundesliga mit dem 2:1 abschloss. Mit der Führung ging es auch in die Kabine. Nach Wiederbeginn spielten die Riesserseer clever. Die Eispiraten wirkten müde, waren gedanklich immer einen Schritt zu spät und machten viele Fehler. In der 25. Minute folge der Schock für den SCR: Torschütze Dibelka musste nach einem hohen Stock vorzeitig zum Duschen. Mit einem souveränen Penaltykilling schafften es die Werdenfelser das fünfminütige Unterzahlspiel unbeschadet zu überstehen. So lagen sie auch nach 40 Minuten in Front. Mit Sturm und Drang zogen die Rot-Weißen zu Beginn des letzten Drittels das Tempo noch einmal an und hatten gute Möglichkeiten. Doch erst durch einen Kraftakt von Hannes Albrecht fiel in der 48. Minute der 2:2-Ausgleich. Der SC Riessersee hatte aber nur 76 Sekunden später die passende Antwort: In Überzahl, Patrick Gruber saß draußen, knallte Sepp Staltmayr den Puck zum 3:2 in die Maschen. Die Eispiraten warfen nun alles nach vorne, doch die SCR-Defensive stand sicher und ließ keinen Gegentreffer zu. „Jeder hat für den anderen gekämpft, wir waren sogar dem zwischenzeitlichen 3:1 nahe“, war das Fazit von Geschäftsführer Ralph Bader. „Die fünfminütige Unterzahl nach dem Ausschluss von Dibelka haben wir souverän überstanden und hätten auch da ein Tor erzielen können.“

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