Ski-Weltcup Damen

Sturz auf der Kandahar: Saisonende für Viktoria Rebensburg

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Am Samstag ließ sie sich noch auf der Kandahar feiern: Abfahrtskönigin Viktoria Rebensburg vor ihrem Sturz beim Super-G am nächsten Tag.

GAP – Erst noch als Abfahrtskönigin gefeiert und kurz später das Saison-Aus beim Super-G: Glück und Pech lagen bei Viktoria Rebensburg auf der Kandahar am vergangenen Wochenende ganz nah beieinander.

Am Samstag strahlte Viktoria Rebensburg in Garmisch-Partenkirchen mit der Sonne um die Wette, nachdem sie die Abfahrt auf der Kandahar gewonnen hatte – ihr erster Sieg überhaupt in dieser Disziplin. Sie gewann mit 0,61 Sekunden Vorsprung vor der Italienerin Federica Brignone und der Tschechin Ester Ledecka (+0,83 Sek.). Die Streckenkenntnisse waren diesmal wohl ein entscheidender Vorteil. Nachdem es in der Woche zuvor heftig geschneit und gestürmt hatte, konnte nur ein Training gefahren werden. Auf der zum Teil extrem eisigen Piste machte Rebensburg keine Fehler und fuhr so den großen Vorsprung heraus. Sie bejubelte den zweiten Sieg dieser Saison nach dem Super-G von Lake Louise.

Sturz sorgt für frühzeitiges Saison-Aus

Nur einen Tag später folgte ein ganz bitterer Moment auf der Kandahar für die 30-Jährige: Beim Super-G leistete sie sich nach einem heftigen Schlag einen Fehler in der „Hölle“, sie stürzte und rutschte in den Fangzaun. Nachdem einige Streckenposten ihr aufgeholfen hatten, fuhr Rebensburg allein nach unten in den Zielbereich, hob dabei aber das linke Bein an, um es nicht zu belasten. In ersten Berichten hieß es, sie habe ihr linkes Knie an einer Stange angeschlagen. „Da hat sie unfassbares Glück gehabt aufgrund ihrer guten Verfassung“, erklärte ARD-Experte und Ex-Skirennfahrer Felix Neureuther noch. 

Die Diagnose steht nun fest: Eine Tibiakopfimpressionsfraktur im linken Knie und eine Überdehnung des Innenbandes im linke Knie. Operiert werden muss Rebensburg nicht, aber sie kann die nächsten sechs bis acht Wochen nicht Ski fahren – das bedeutet das Saison-Aus. „Es ist natürlich bitter“ sagte Rebensburg, „aber ich habe noch einmal Glück im Unglück gehabt. Alle Bänder haben gehalten. Ich bin zuversichtlich, dass ich nach der Rehabilitation wieder richtig schnell Skifahren kann.“ Mehr auf unserer Sportseite in unserer morgigen Mittwochsausgabe, auch als ePaper erhältlich. 

Titus Fischer

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