30 Retter der Wasserwacht im Einsatz

Walchensee: Surfer ignoriert Sturmwarnung und löst große Suchaktion aus

Sturmstimmung über See
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Trotz Sturmwarnung als Surfer ins Wasser zu gehen, ist nicht nur gefährlich. Es zieht auch rechtliche Konsequenzen nach sich.

Region / Walchensee - Eine Sturmwarnung zu ignorieren und trotzdem surfen zu gehen, stellt einen Verstoß gegen schiffahrtsrechtliche Vorschriften dar. Der Surfer, der am Samstag eine große Suchmaßnahme der Wasserwacht auslöste, muss nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Und er ist nicht der einzige gewesen.

Am vergangenen Samstagmittag, 3. Oktober, ignorierte ein Windsurfer die Sturmwarnung und begab sich in den Walchensee. Bereits ab 7.00 Uhr war die Sturmwarnung aktiv gewesen. Der 66-jährige Münchner wurde als vermisst gemeldet. Eine groß angelegte Suchaktion der Wasserwacht war die Folge.

Wie die Polizei berichtet, war der Surfer trotz heftiger Windböen vom Parkplatz am Brünnlwandtunnel aufgebrochen und mit seinem Surfbrett ins Wasser gegangen. Er geriet in Seenot und kappte das Segel. Der Wind trieb ihn in den Gemeindebereich Jachenau an das Südufer. Dort wurde er von Passanten betreut und anschließend zu seinem Fahrzeug gebracht.

Derweil hatte die Wasserwacht Walchensee eine große Suchmaßnahme eingeleitet. 30 Retter waren im Einsatz. Ein Polizeihubschrauber befand sich bereits im Anflug, als die Aktion abgebrochen wurde. Der unterkühlte Surfer wurde an den Rettungsdienst übergeben. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen schiffahrtsrechtliche Vorschriften. Doch er war nicht der einzige, der die Sturmwarnung ignoriert hat: Ein 44-jähriger Windsurfer landete am frühen Nachmittag am Ufer, auch er muss nun mit rechtlichen Folgen rechnen. (kb)

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